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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Astrid Pichorner (2017): Arbeitszeitbedarf, -aufwand und physische Beanspruchung von Routine- und Sonderarbeiten kleiner Mutterkuhbetriebe in Oberkärnten.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 125. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Milchviehhaltung ist das vorherrschende Produktionssystem in der Rinderhaltung in Österreich. In Kärnten gibt es jedoch mehr Mutterkühe als Milchkühe. Es liegen nur wenige aktuelle Studien vor, die sich mit dem Thema Mutterkuhhaltung befassen. Das wesentliche Ziel der vorliegenden Arbeit war es, herauszufinden, wie hoch der Arbeitszeitbedarf- und -aufwand der täglichen Stallarbeiten sowie Sonderarbeiten von kleinen Mutterkuhbetrieben in Oberkärnten ist und welche Arbeitsverfahren bei den verschiedenen Tätigkeiten sich positiv oder negativ auf diese auswirken. Des Weiteren wurde eruiert, welche Tätigkeiten zu einer erhöhten Belastung führen können und welche Arbeiten als besonders anstrengend angesehen werden. Es wurden 10 kleine Mutterkuhbetriebe im Bezirk Spittal an der Drau in Kärnten untersucht. Die Daten für die Berechnung des Arbeitszeitbedarfes wurden über die Vor-Ort-Beobachtung erhoben, die Daten für die physische Belastung und die Sonderarbeiten mit einem halbstandardisiertem Fragebogen erfasst. Die Technisierung beeinflusste den Arbeitszeitbedarf wesentlich. Bei Betrieben mit mittlerem Mechanisierungsgrad (27,7 AKh/Kuh/Jahr) lag der Arbeitszeitbedarf der Routinetätigkeiten um zirka ein Drittel niedriger als bei den Betrieben mit geringerer Mechanisierung (35,6 AKh/Kuh/Jahr). Vor allem die Tätigkeiten händisches Entmisten und Einstreuen (18,3 /Kuh/Jahr) beanspruchten sehr viel Zeit. Bei geringer Technisierung entfielen 51% der Routinearbeiten auf das händische Entmisten inklusive Einstreuen. Bei mittlerer Mechanisierung wurde der Hauptteil der Arbeitszeit für die Fütterung inklusive Vorbereitung aufgewendet. Auf den operativen Gesamtarbeitszeitbedarf sowie -aufwand entfielen sowohl bei geringer als auch bei mittlerer Mechanisierung der Hauptteil auf die Sonderarbeiten (44% sowie 52%), gefolgt von den Routinearbeiten (42% sowie 33%) und den Weidearbeiten (13% sowie 16%).

Beurteilende(r): Quendler Elisabeth

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