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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Peter Bliem (2017): Characterization of foam properties of 2C-polyurethane for wood bonding.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Holztechnologie und Nachwachsende Rohstoffe, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 103. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In dieser Masterarbeit wurden die mechanischen Schaumeigenschaften eines Zwei-Komponenten Polyurethans systematisch untersucht mit dem Ziel, es für die Holzverklebung mit Lückenfüllungseigenschaften zu verwenden. Die mechanischen Eigenschaften der Holzklebebindung sind sehr stark von der Festigkeit, Steifigkeit und Homogenität des Schaumes abhängig, wobei dieser wiederum von verschiedenen Faktoren beeinflusst wird. Diese Einflussfaktoren sind das Mischungsverhältnis Isocyanat zu Polyol, Menge an zusätzlichem Wasser, verfügbares Wasser aus dem Holz (Holzfeuchte), Presstemperatur und die Dicke des Schaumes. Die Längszugscherfestigkeit und der Schubmodul wurden unter Verwendung von Überlappungsproben mit definierten Klebefugendicken gemessen, was es dem Klebstoff ermöglicht dazwischen zu schäumen. Die Daten wurden mit statistischer Analysesoftware ausgewertet, wobei die Einflussgröße und mögliche Zusammenhänge bzw. Wechselbeziehungen dieser Faktoren auf die Zielgrößen (Festigkeit und Steifigkeit) genauer untersucht wurden. In weiterer Folge wurden jene Konstellationen daraus abgeleitet, bei welcher die besten Klebstoff-Schaumeigenschaften erreicht werden können. Grundsätzlich wurden bei geringer Schaumdicke (0,5 mm) die höchsten Festigkeits- und Steifigkeitswerte mit jenen Schäumen erreicht, die bei einer niedrigen Presstemperatur (20 °C), hoher Holzfeuchte (21 %), mittlerem zusätzlichen Wassergehalt (5,5 %) und hohem Isocyanatgehalt (>85 %) hergestellt wurden. Durch Erhöhung der Presstemperatur oder der Schaumdicke kommt es zu einem starken Abfall der mechanischen Schaumeigenschaften, wobei sowohl eine niedrigere Holzfeuchte als auch eine geringere Menge an Isocyanat zu einer Leistungsminderung führt. Es wurde auch beobachtet, dass bei geringer Schaumdicke (0,5 mm) es noch zu einem relativ hohen Anteil an Holzbruch kommt, speziell bei den verklebten Proben bei geringer Presstemperatur (20 °C).

Beurteilende(r): Konnerth Johannes
1.Mitwirkender: Van Herwijnen Hendrikus

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