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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Arno Gattinger (2017): Postfossile Raumstrukturen Aspekte der Lebensqualität einer klimafreundlichen Planung.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung (IRUB), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp XVII, 101 S.. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In dieser Arbeit werden die Auswirkungen einer klimafreundlichen Raumplanung auf die Lebensqualität untersucht. Ausgangspunkt ist der Klimawandel, der unsere Gesellschaft dazu veranlasst, das Energiesystem umzugestalten. Eine solche Transformation hat auch räumliche Auswirkungen. Umbrüche in der Mobilität und Energieversorgung beeinflussen die Raumstruktur und werden durch sie beeinflusst. Der Raumplanung kommt somit eine wesentliche Rolle beim Klimaschutz und der Energiewende zu. Diese liegt zum einen in der Freihaltung und Bereitstellung von geeigneten Flächen zur Energieproduktion und -verteilung, zum anderen hat Raumplanung energieeffiziente Raumstrukturen zu fördern. Um festzustellen, welche Auswirkungen diese Planungsansätze auf die Lebensqualität der NutzerInnen haben, wurde ein Bewertungstool entwickelt und an Beispielen angewandt. Dazu dienten die Seestadt Aspern in Wien und die Marktgemeinde Ottensheim in Oberösterreich. Beide Beispiele sind im Rahmen der Klimaschutzinitiative klimaaktiv mobil eine Zielvereinbarung für Energieraumplanung eingegangen. Um die Frage nach den Auswirkungen auf die Lebensqualität zu beantworten, wurde der Begriff „städtebauliche Lebensqualität“ definiert und auf jene Aspekte fokussiert, die durch räumliche Strukturen beeinflussbar sind. Die Erstellung des Bewertungsschemas erfolgte durch eine Analyse aktueller städtebaulicher Leitbilder. Dabei wurden sechs Prinzipien, deren Erfüllung sich positiv auf die Lebensqualität auswirkt, herausgefiltert. Die Fallstudien wurden dann in Hinblick auf diese sechs Prinzipien untersucht. Die Ergebnisse sollen einen Beitrag zur Diskussion über klimagerechte Raumstrukturen sowie die Rolle der Raumplanung im Prozess der Energiewende leisten. Das im Rahmen der Arbeit entwickelte Bewertungsschema kann für die Bestandsentwicklung herangezogen werden, oder auch dazu dienen, Planungen hinsichtlich deren Auswirkungen auf die städtebauliche Lebensqualität zu untersuchen.

Beurteilende(r): Stöglehner Gernot

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