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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Anna Zeiser (2019): FLIESSWEGANALYSE DES HANGWASSERS IM EINZUGSGEBIET DER ZAYA, NIEDERÖSTERREICH.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Bodenphysik und landeskulturelle Wasserwirtschaft, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 151. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Sedimentführendes Hangwasser stellt sowohl für die Infrastruktur und Gebäude als auch für die Gewässer eine Bedrohung dar. Um Schutzmaßnahmen genau planen zu können, ist die Kenntnis der Fließpfade eine Grundvoraussetzung. Die Ermittlung dieser erfolgt in der Regel basierend auf einem digitalen Geländemodell (DGM). Durch das Fehlen von Verrohrungen und kleineren linearen Strukturen, wie beispielsweise Straßengräben, im DGM, kommt es zu Fehlern in der automatisierten Ermittlung von Fließwegen. Im Zuge dieser Diplomarbeit wurden unter Verwendung von ArcGIS automatisiert errechnete Fließwege mit solchen verglichen, die auf Basis einer Kartierung vor Ort modifiziert worden waren, und die Abweichungen dieser beiden Verfahren voneinander bestimmt. Kartiert wurden lineare Elemente und Verrohrungen. Als Auswertungsebene für den Vergleich der beiden Modellierungen wurden die Einmündungspunkte ins Gewässernetz gewählt. Verglichen wurden die Flächen der Einzugsgebiete (EZG), ihre Anzahl, sowie die Veränderung der Einmündungspunkte. Im Allgemeinen führte die Kartierung zu einer Verringerung der durchschnittlichen EZG-Größe. Der Einfluss der kartierten Elemente auf die Einzugsgebiete und deren Einmündungspunkte ins Gewässer zeigte sich aber auf unterschiedliche Weise: die Teilung einzelner EZG, sowie das Verschmelzen mehrerer EZG, verschobene Einmündungspunkte, der Ersatz von direkten Einmündungen durch Sewages, sowie eine veränderte flächige Aufteilung aneinander angrenzender EZG. Die mittels der Kartierung verbesserten Fließwege zeigten, dass 30-35 % der EZG-Fläche an Punkten ins Gewässer münden, die durch die automatisierte Berechnung der Fließpfade nicht als Einmündungspunkte erfasst werden. Diese EZG-Fläche wäre bei Schutzmaßnahmen an den Einmündungspositionen der automatisierten Berechnung ungeschützt. Vor allem die Kartierung der Verrohrungen, sowie der linearen Elemente entlang von Feldwegen bringen eine merkliche Verbesserung gegenüber der unkartierten Variante.

Beurteilende(r): Klik Andreas
1.Mitwirkender:

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