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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Rinzin Dorji (2018): Effect of drought on feeding intensity by insect herbivores on the two Himalayan oak tree species, Quercus griffithii and Quercus lanata.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Forstentomologie, Forstpathologie und Forstschutz (IFFF), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 50. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Das Ausbleiben des Monsuns im bhutanesischen Himalaya-Gebiet würde zu katastrophalen Dürreperioden mit erheblichen Schäden für die dortige Vegetation führen. Solche Katastrophen werden als Folge des Klimawandels vermutlich häufiger auftreten und in den Wäldern besonders die Übergangszonen zwischen den verschiedenen Waldgesellschaften beeinflussen, wie z.B. die gemischte Laubwaldzone, die sich west-ostwärts über den Himalaya in einer Seehöhe zwischen 1860 und 2540 m hinzieht und sich aus den Baumarten Quercus lanata, Q. griffithii und Rhododendron arboretum zusammensetzt. Ziel dieser Arbeit war, den Einfluss von Trockenheit auf die Fraßaktivität von Laubfressern an den beiden Eichen-Arten, Q. griffithii und Q. latana, zu bestimmen. Dazu stammten ein Teil der Probebäume aus Bestandesflächen, die überdacht waren und so das Ausbleiben des Monsunregens simulierten. Um die Fraßintensität der Herbivoren indirekt feststellen zukönnen, wurden: a) Zweige teilweise mit einem Gazenetz eingehüllt, um vergleichbare Blätter vor Fraß zu schützen, b) der fehlende Teil eines geschädigten Blattes flächenmäßig ergänzt und c) die von den Baumkronen herunterrieselnden Kotpartikeln gesammelt. Die Ergebnisse zeigen, dass die meisten der eingehüllten Blätter beider Baumarten geringere Fraßschäden als die exponierten aufwiesen und generell die Fraßschäden nur gering waren (<30% der Blattfläche). Es konnte kein Unterschied in der Fraßintensität zwischen den Bäumen aus der überdachten und der Kontrollfläche festgestellt werden. Ein Drittel der Blätter von Q. griffithii und nahezu die Hälfte der Q.lanata-Blätter wiesen keine Schäden auf, hingegen waren weniger als 10% der Blätter beider Baumarten zu mehr als 30% befressen. Die Fraßaktivität war nicht durch den Trockenstress beider Baumarten beeinflusst und korrelierte nicht mit der Lufttemperatur und der Niederschlagsmenge. Blattrandfraß trat als häufigster Fraßschaden bei beiden Eichenarten auf, gefolgt von Blattloch- und Oberflächenfraß.

Beurteilende(r): Schopf Axel
1.Mitwirkender: Gratzer Georg

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