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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Aylin Elisabeth Karaca (2021): LEERSTAND IN DER WIENER SOCKELZONE Analyse des Leerstandes, der Nutzungen und des umgebenden Straßenraumes in der Sockelzone ausgewählter Gebiete Wiens.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Raumplanung, Umweltplanung und Bodenordnung (IRUB), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 201. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Leerstehende Räume in der Stadt stellen angesichts der zunehmenden Verbauung von Fläche eine Nutzungsreserve dar, die nicht ausgeschöpft wird. Die Auswirkungen sind vielfältig u.a. in Bezug auf den Freiraum, welcher den Kern dieser Arbeit darstellt. Es stellt sich die Frage, inwiefern bestimmte Freiraumvariablen in Zusammenhang mit Leerstand und Nutzungen in der Sockelzone stehen, sodass sie die Auswahl an Nachnutzungsoptionen beeinflussen können. Dafür sind zuerst Leerstand sowie Nutzungen in der Sockelzone zweier ausgewählter Gebiete in Wien erhoben worden. Des Weiteren ist eine Auswahl an Freiraumvariablen identifiziert worden, deren Vorkommen und Ausprägung miterfasst wurde. Die ausgewerteten Daten wurden analysiert und statistisch geprüft mit dem Ziel eine Aussage darüber treffen zu können, ob die Wahrscheinlichkeit eines Zusammenhangs zwischen einer einzelnen Freiraumvariable und ihrer Ausprägung und einem genutzten oder leerstehenden Raum besteht. Es hat sich gezeigt, dass ein Fünftel der Räume in der Sockelzone laut der gewählten Definition dem Leerstand zuordenbar ist, ein weiteres Fünftel die Wahrscheinlichkeit einer Nutzung aufweist und die restlichen 60 % eindeutig genutzt sind. Die am stärksten vertretenen Nutzungen sind jene des Handels, Dienstleistungen, Gastronomie und Beherbung und Büroeinrichtungen, neben weiteren Nutzungen. Angesichts des Rückzug des Handels wirft dies die Frage auf, wie leerstehende Räume künftig genutzt werden können und ob bestimmte Regelungen wie die Flächenwidmung, aber auch die Stellplatzverordnung adaptiert gehören. Denn die Analyse verdeutlich die Dominanz des ruhenden Verkehrs im Straßenraum und die nachrangige Stellung des Fuß- und Radverkehrs. Dies und vieles Weitere beeinflusst die Attraktivität des Straßenraumes für die Hauptzielgruppe der Nutzungen in der Sockelzone, jene der PassantInnen, ebenso wie die Sichtbarkeit, Erreichbarkeit und Zugänglichkeit diverser Einrichtungen.

Beurteilende(r): Stöglehner Gernot
1.Mitwirkender: Grossauer Franz

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