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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Janine Gamper (2020): Organic food in South Tyrolean gastronomy: Identifying barriers and solutions through a comparative analysis of organic gastronomy in Vienna.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Ökologischer Landbau (IFÖL), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 93. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige Südtirols. Mehr als die Hälfte der Gäste stammt aus Deutschland und anderen nordeuropäischen Ländern, welche im Alltag verstärkt Bio-Lebensmittel nachfragen. Das Angebot an Bio-Speisen in der Südtiroler Gastronomie ist jedoch klein. Ein Best-Practice-Beispiel ist das Angebot an Bio-Speisen in der Wiener Gastronomie. Im Rahmen dieser Arbeit wurde ein Vergleich der Südtiroler und der Wiener Bio-Gastronomie durchgeführt, um die jeweiligen Hindernisse und Erfolgsfaktoren für deren Entwicklung zu identifizieren. Darauf aufbauend wurden Empfehlungen zur Förderung der Bio-Gastronomie in Südtirol erarbeitet. Die durch qualitative Experteninterviews erhobenen Ergebnisse zeigen, dass Hindernisse für die Bio-Gastronomie in Südtirol in einer mangelnden Versorgungssicherheit und Organisation der ProduzentInnen sowie in mangelnder Unterstützung liegen. In Wien sind diese Strukturen gut entwickelt. Hindernisse für beide Regionen sind der höhere Preis, die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften sowie mangelndes Wissen über Bio-Qualität. Basierend auf den in der Wiener Bio-Gastronomie beobachteten positiv zu bewertenden Erfolgsfaktoren wurden Maßnahmen für Südtirol abgeleitet. Dazu zählen die Steigerung des lokalen Bio-Produktangebots, die finanzielle Förderung sowie Programme zum Einsatz von Bio-Lebensmittel in der Gastronomie, ein rechtlicher Rahmen, die Organisation der ProduzentInnen sowie die Beratung durch Verbände. Auch die Einrichtung einer Branchenvertretung und Bewusstseinsbildung der KonsumentInnen sowie GastronomInnen sind von wesentlicher Bedeutung. Im Zuge der Masterarbeit wurde festgestellt, dass ein Potenzial für den Ausbau der Südtiroler Bio-Gastronomie besteht, auch wenn es sich weiterhin kaum mehr als um einen Nischenmarkt handeln wird. Diesbezüglich besteht weiterer Forschungsbedarf, unter anderem bedarf es mehr Wissen über die Nachfrage nach einer Bio-Gastronomie seitens verschiedener touristischer Zielgruppen und GastronomInnen.

Beurteilende(r): Freyer Bernhard

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