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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Felix Günther Seyfried (2020): Untersuchungen zum Einsatz von unterschiedlichen Futterrationen auf das Fressverhalten von Mastschweinen.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Tierernährung, Tierische Lebensmittel und Ernährungsphysiologie (TTE), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 86. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Drei Schweinemastversuche wurden bezüglich ihres Fressverhaltens analysiert. Es wurde getestet, ob es Unterschiede im Fressverhalten bei verschiedenen Futterrationen gab. Bei allen Versuchen kam eine ad libitum Fütterung zum Einsatz. Jeder Versuch wurde mit 60 Mastschweinen durchgeführt. Bei Versuch eins wurden weibliche Mastschweine auf 6 VG (Versuchsgruppen) aufgeteilt. Die VG eins bis sechs bekamen 0%, 6%, 12%, 18%, 24% und 30% DDGS ins Futter. Die Ergebnisse ergaben, dass sich auch bei hohen DDGS-Gehalten in der Futterration keine Unterschiede bezüglich Fressverhalten zeigten. Beim Versuch zwei wurden männliche Kastraten auf vier VG aufgeteilt. Die VG1 und VG2 hatten DDGS, die VG3 und VG4 Sojaextraktionsschrot (SES) als Proteinquelle in der Ration. Zusätzlich bekamen die VG2 und VG4 NSP-spaltende Enzyme. Versuch zwei ergab, dass die Anzahl der Fressgänge pro Tag in der Endmast bei der VG SES mit Enzym am höchsten waren und die der VG SES ohne Enzym am niedrigsten (P<0,05). Ansonsten konnten keine Unterschiede festgestellt werden. Bei Versuch drei wurden weibliche Mastschweine auf drei VG aufgeteilt. Bei VG2 und VG3 wurde der Proteingehalt reduziert. Zusätzlich wurde der VG2 ein Pflanzenextrakt beigemischt. Bei Versuch drei zeigte sich, dass die Tiere der VG drei am häufigsten fressen gingen und jene der VG2 am seltensten (P<0,01). Ein weiterer Unterschied bestand in der Futteraufnahme pro Fressgang, wo die Tiere der VG2 pro Fressgang am meisten fraßen und die der VG3 pro Fressgang am wenigsten (p<0,01). Ebenso fraßen die Tiere der VG2 am längsten und die der VG3 am kürzesten pro Fressgang (p<0,05). Zusammenfassend kann gesagt werden, dass es durchaus möglich ist DDGS und NSP spaltende Enzyme in die Futterration zu integrieren ohne Auswirkungen auf das Fressverhalten hinnehmen zu müssen. Eine Supplementation von Pflanzenextrakten führte zu einer erhöhten Futteraufnahme pro Fressgang und zu einer reduzierten Anzahl an Fressgängen.

Beurteilende(r): Schedle Karl

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