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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Franz Xaver Wimmer (2020): Auswirkungen des Schalenwildes auf die Waldverjüngung in Südtirol.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft (IWJ), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 93. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Zur Feststellung der Auswirkungen von wildlebenden Huftieren (vorwiegend Reh, Gams und Rotwild) auf die Waldverjüngung in Südtirol wurden systematische Vegetationserhebungen auf Verbisskontrollflächen durchgeführt. In den Jahren 1992 bis 1996 wurden 181 Vergleichsflächenpaare mit jeweils einer gezäunten Fläche (ohne Huftierzugang) sowie einer ungezäunten Kontrollfläche errichtet. Zum Zeitpunkt der Geländeaufnahmen 2014 reduzierte sich die Anzahl von erhebbaren Vergleichsflächenpaare auf 107, von denen 18 mit einer zusätzlichen Teilfläche mit Bodenverwundung und 7 mit weideviehdichten Teilflächen ausgeführt waren. Die Entwicklung der Vegetation mit und ohne Huftiereinfluss vom Zeitpunkt der Vergleichsflächenerrichtung bis zur Enderhebung wird gegenübergestellt. Auswirkungen des Huftiereinflusses: Nach 18- bis 22-jährigem Wildeinfluss liegt auf 64 % der Vergleichsflächen eine Überschreitung der Toleranzgrenze vor (Vergleichsflächen mit "Wildschaden"). Die Beurteilung der Auswirkungen der Huftiere auf die Waldverjüngung ergab einen im Vergleich mit anderen methodisch gleich erfassten Untersuchungsgebieten im Alpenraum einen etwa durchschnittlichen Anteil von Vergleichsflächen mit nicht toleriertem Huftiereinfluss („Wildschaden“). Bei 10 % der Flächen ergaben sich durch den Huftiereinfluss Vorteile für die Waldverjüngung („Wildnutzen“), bei 9 % der Vergleichsflächen bedeutete der Wildeinfluss weder „Schaden“ noch „Nutzen“ und bei 17 % der Vergleichsflächen traten, in Abhängigkeit vom betroffenen Prüfkriterium, sowohl „Wildschaden" als auch „Wildnutzen" auf. Im Vinschgau, in dem sich mehr als ein Drittel aller erhobenen Probeflächen befinden, ist der Wildeinfluss im Vergleich zum restlichen Untersuchungsgebiet deutlich erhöht.

Beurteilende(r):

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