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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Lisa Anna Rösler (2020): Geoethische Nutzung der Ressource Wasser am Beispiel der Wiener Hochquellenleitungen.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Angewandte Geologie (IAG), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 106. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In dieser Arbeit wurden - am Beispiel der Wiener Hochquellenleitungen - die Themen „Wasser“ und „Geoethik“ in Verbindung gebracht und geoethische Aspekte der Wassernutzung in Bezug auf Nutzungsansprüche untersucht. Zu Beginn steht die globale Verteilung, Entnahme und Nutzung von Wasser im Fokus. Dabei zeigt sich, wie der Handel mit virtuellem Wasser den Pro-Kopf-Verbrauch dieser Ressource enorm beeinflusst, welche Abhängigkeiten zwischen Ländern entstehen und wie bestimmte Sektoren große Wasserfußabdrücke in diversen Regionen hinterlassen. Im Anschluss werden das Vorkommen und die Nutzung von Wasser in Österreich betrachtet und die Wasserversorgung der Stadt Wien in den Fokus genommen. Ein Augenmerk liegt hier auf der geschichtlichen Entwicklung sowie den verschiedenen Lösungsansätzen und Herausforderungen die zu bewältigen waren, um eine Wasserversorgung Wiens seit der Besiedelung der Römer zu gewährleisten. Es folgt ein Blick auf die Wiener Hochquellenleitungen und ihre Einzugsgebiete aus hydrologischer und geologischer Sicht sowie auf die vorhandenen Schon- und Schutzgebiete und ihre Vulnerabilität. Im zweiten Teil wird das Fachgebiet der Geoethik untersucht. Ein Einblick in die Definition und Entwicklung des Begriffs ist gefolgt von einer kurzen geochronologischen Gegenüberstellung aktuell-laufender geologischer Zeiteinheiten (Holozän, Quartär, Känozoikum und Phanerozoikum) gegen neu vorgeschlagene Begriffe wie Anthropozän und "Antropozoische Ära". Beide neuen Begriffe wurden in der Literatur mit Geoethik in Verbindung gebracht. Weiterhin werden Ziele und Werte der Geoethik, deren Umsetzung und die geoethischen Verantwortungsbereiche analysiert. Der abschließende Teil widmet sich den geoethischen Aspekten der Wassernutzung. Die diversen anthropogenen und ökologischen Nutzungsansprüche an das Einzugsgebiet der Hochquellenleitung werden betrachtet, um die Priorisierung der Trinkwassernutzung aus verschiedenen Perspektiven einzuschätzen zu können.

Beurteilende(r): Fiebig Markus
1.Mitwirkender: Handl Sebastian

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