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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Stefan Schuster (2020): Erfassung von Erosionsprozessen in einem Maisbestand.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Bodenphysik und landeskulturelle Wasserwirtschaft, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 116. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung von Erosionsprozessen bei Mais im Gemeindegebiet der Marktgemeinde Pyhra in Niederösterreich auf Flächen der dort ansässigen Landwirtschaftlichen Fachschule. Von Ende April 2019 bis Mitte Juni 2019 wurde der Aufbau der Erosionsplots auf den drei dafür vorgesehenen Ackerflächen durchgeführt. Es wurden drei unterschiedliche Bearbeitungsmethoden des Bodens untersucht: Konventionelle Bodenbearbeitung mit einem Pflug, Mulchsaat und Direktsaat. Die beiden letzten Methoden können zu den konservierenden Bodenbearbeitungsmethoden gezählt werden. Von 28. Juni 2019 bis 13. September 2019 wurden im Wochenrhythmus, oder im Falle von sehr starken Niederschlägen im Anlassfall, Boden- und Wasserproben genommen, die Auffangrinne und Messgeräte gesäubert und anschließend im Labor am Institut analysiert. Eine Analyse der Niederschläge lässt den Rückschluss zu, dass die stark erodierenden Niederschläge erst am Versuchsstandort stattfanden, als die Pflanzen schon einen guten Schutz für den darunter befindlichen Boden lieferten. Als der Boden noch nicht dicht bewachsen war, war der Aufbau der Messung aufgrund des Schlechtwetters noch nicht fertiggestellt. Als wichtigste Beobachtung für die Bodenerosion lässt sich festhalten, dass die konventionelle Bearbeitungsmethode um ein Vielfaches mehr Boden erodiert als die Mulchsaat und die Direktsaat, welche auf einem ähnlichen Niveau liegen. Die Erträge fallen im Beobachtungszeitraum bei der konventionellen Bearbeitung am besten aus. Dies lässt sich auch in Relation mit der Pflanzenbedeckung bestätigen. Ist die Variante mit mehr Pflanzen bedeckt gibt es höhere Erträge. Auf lange Sicht gesehen ist es jedoch wichtiger, den Boden zu schützen als die Erträge ohne Rücksicht auf Verluste des fruchtbaren Bodens zu optimieren. Alle diese Ergebnisse decken sich mit den in der Theorie erarbeiteten Annahmen.

Beurteilende(r): Klik Andreas

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