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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Korollus Melek (2021): Identification of expression markers as predictors of T cell expansion in the context of CAR-T cell therapy.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Molekulare Biotechnologie, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 70. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Das diffuse großzellige B-Zell-Lymphom (DLBCL) ist die häufigste Form des Non-Hodgkin-Lymphoms. Eine Krankheitsprogression oder ein Rückfall nach Frontline-Chemoimmuntherapie, hauptsächlich in Form von Standard-CHOP (Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednison), tritt bei 30-40% der Patienten auf. Die T-Zell-Therapie mit chimären Antigenrezeptoren (CAR) stand im Rampenlicht, da sie bei 40-50% der Patienten mit DLBCL, die nach zwei konventionellen Therapielinien einen Rückfall erleiden, dauerhafte Remissionen erzielen kann. Obwohl die Behandlung mit CAR-T-Zellen bemerkenswerte klinische Reaktionen hervorgebracht hat, schränken viele Herausforderungen die therapeutische Wirksamkeit von CAR-T-Zellen bei hämatologischen Malignomen ein. In unserer Studie wollten wir eine spezifische Genexpressionssignatur identifizieren, die helfen könnte, diejenigen Patienten zu stratifizieren, die von einer erfolgreichen CAR-T-Zell Produktion und -Therapie profitieren. Dazu wurden Blutproben von Patienten bei Erstdiagnose (Kohorte 1) und nach mehreren Chemotherapielinien (Kohorte 2) entnommen. Isolierte CD8+-naive T-Zellen wurden einer RNA-Seq-Analyse unterzogen und die identifizierten differenziell exprimierten Gene wurden in vitro validiert. In unserer Studie konnten wir zeigen, dass die Chemotherapie sowohl die in vitro Expansion von CD4+ und CD8+ T-Zellen als auch das Transkriptom von CD8+ naiven T-Zellen verändert. Insbesondere die beiden Arzneistoffe Doxorubicin und Prednison induzierten eine Hochregulation von TRAC, STAT1, STAT6, PIK3CD, PTPRC, SPN, BLC-2, SELL und CD248, was die schlechte In-vitro-Expansion von CD8+ T-Zellen von Kohorten-2-Patienten erklären könnte. Diese Ergebnisse legen nahe, dass das Ergebnis der CAR-T-Zellproduktion durch das Chemotherapie-Regime beeinflusst werden könnte und Gene, die als durch Doxorubicin und Prednison verändert identifiziert wurden, gute Marker darstellen könnten, um Patienten zu identifizieren, die für eine CAR-T-Zelltherapie in Frage kommen.

Beurteilende*r: Rüker Florian

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