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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Laurin Elis Siehs (2021): COMPARISON OF CLOSED RAPID SAND FILTRATION AND MEMBRANE ULTRAFILTRATION FOR THE REMOVAL OF MANGANESE AND IRON FROM DRINKING WATER – A CASE STUDY.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz (SIG), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 96. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Entfernung erhöhter Mangan- (Mn) und Eisenkonzentrationen (Fe) aus Rohwässern ist eine häufige Herausforderung für Wasserversorger. Da auch an der Wasserversorgungsanlage Mollersdorf in Niederösterreich erhöhte Werte der genannten Metalle (≤45 µg/l Mn; ≤25 µg/l Fe) auftreten, wurden im Rahmen dieser Masterarbeit zwei verschiedene Technologien zur Entmanganung und -eisenung verglichen. Während einer Pilotierung, die von Mai bis Dezember 2020 andauerte, wurden ein Schnellsandfilter (SF) und eine Ultrafiltrationsanlage (UF) regelmäßig beprobt und anschließend an ihrer Mangan- und Eisenentfernungsleistung gemessen. Ein weiteres Augenmerk wurde auf die mikrobiologischen Eigenschaften der aufbereiteten Wässer gelegt. Es zeigte sich eindrucksvoll, dass die UF an der Entfernung des hauptsächlich gelöst auftretenden Mn scheiterte und „Membranfouling“ auftrat. Im Gegensatz dazu konnten die in geringerem Maß auftretenden Fe Konzentrationen weitgehend reduziert werden. Der SF hingegen entfernte, nach einer Einlaufphase von 50 Tagen, sowohl gelöstes, als auch partikuläres Mn, wobei nahezu die gesamte Filterleistung in der ersten von zwei Filtersäulen auftrat. Zusätzlich konnte der SF gelöstes Fe entfernen, wobei partikuläres Fe teilweise zu Durchbrüchen neigte und hauptsächlich von der zweiten Filtersäule zurückgehalten wurde. In mikrobiologischer Hinsicht überzeugte die UF durch hochgradige Reduktion der Zellzahl im Filtrat, verglichen mit dem Rohwasser. Das Filtrat des SF wies demgegenüber keine nennenswerte Veränderung der Zellzahl auf. Innerhalb der Filtersäulen bildeten sich – wie für Schnellsandfilter in diesem Anwendungsbereich üblich – mikrobiologisch aktive Filme auf den Filtermedien aus. Bei zukünftigen Anwendungen des SF muss eine Nachbehandlung des Rückspülwassers hinsichtlich erhöhter Mn und Fe Werte berücksichtigt werden.

Beurteilende(r): Perfler Reinhard
1.Mitwirkender: Proksch Philipp
2.Mitwirkender: Schönher Christoph

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