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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Valerie-Helene Zechmeister (2021): Risikowahrnehmung und Perzeption staatlicher Maßnahmen in Krisensituationen Ein Vergleich der COVID-19 Pandemie und der Klimakrise in Österreich.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Wald-, Umwelt- und Ressourcenpolitik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 190. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die vorliegende Arbeit vergleicht die Risikowahrnehmung und Wahrnehmung der staatlichen Maßnahmen hinsichtlich der COVID-19 Pandemie sowie der Klimakrise mittels einer Literaturrecherche und Auswertung ausgewählter Eurobarometer Umfragen, der ESS 2016 und des Austrian Corona Panel Projects. Ziel ist es, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede jener Krisen zu erarbeiten und aufzuzeigen, wie das jeweilige Risiko und die Maßnahmen der Regierung in Österreich wahrgenommen werden. Dies soll den Wissensstand der Klimakrisenforschung erweitern und dazu beitragen, weitere Anhaltspunkte zur Maßnahmenbildung und Förderung der Akzeptanz jener von der Bevölkerung bieten. Die wichtigsten Gemeinsamkeiten beider Krisen stellen die Komplexität der Problemstellung, die Gefahr der Verstärkung sozialer Ungerechtigkeit, die globale Dimension, die Existenz von Skeptizismus und Leugnung, die Dringlichkeit technischer und medizinischer Innovation, das Risiko verpasster politischer Chancen sowie die Tatsache, dass Mitigation günstiger als Schadensersatz ist, dar. Die größten Unterschiede hingegen zeichnen sich durch den zeitlichen Rahmen, die Wahrnehmbarkeit und Emotionalisierung sowie die Ursache-Wirkungs-Beziehung aus. Die betrachteten Variablen beeinflussen die Risikowahrnehmung und Wahrnehmung der Maßnahmen in beiden Krisen ähnlich. So hat die Datenauswertung vorangegangene Forschungen bestätigt und zeigt, dass Frauen im Rahmen beider Krisen eine höhere Risikowahrnehmung zeigen als Männer. Weiters zeigen sich die Altersklasse und persönliche Erfahrung als ausschlaggebende Faktoren zur Risikowahrnehmung. Politische Orientierung und das Bildungsniveau beeinflussen die Risikowahrnehmung nur gering, haben jedoch größeren Einfluss auf die Akzeptanz staatlicher Maßnahmen. Weiters zeigt sich ein positiver Zusammenhang zwischen Risikowahrnehmung und Maßnahmenakzeptanz. Jene Erkenntnisse sollten zur politischen Maßnahmenbildung berücksichtigt werden, um Akzeptanz der Bevölkerung zu schaffen.

Beurteilende*r: Steurer Reinhard
1.Mitwirkender: Buzogany Aron

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