BOKU - Universität für Bodenkultur Wien - Forschungsinformationssystem

Logo BOKU-Forschungsportal

Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Michael Rauch (2021): Untersuchung extremer Erosionsereignisse und Bestimmung ihrer Jährlichkeiten in Petzenkirchen, Niederösterreich.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Bodenphysik und landeskulturelle Wasserwirtschaft, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 90. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In dieser Arbeit werden die Jährlichkeiten von Bodenerosionen für das HOAL in Petzenkirchen, Niederösterreich bestimmt. Dazu wurden gemessene bzw. aus dem Gebiet bestimmte Eingangsdaten über Klima, Hangtopographie, Flächenmanagement und Boden verwendet, um die Erosionsmodellierung mit WEPP durchzuführen. Um die Unterschiede des Erosionsverhaltens verschiedener Hangtopographien und Feldmanagements zu testen, wurden vier verschiedene Hänge mit jeweils drei verschiedenen Managements simuliert. Die angebauten Kulturpflanzen sind Mais und Winterweizen und dazu eine Variante mit einer Zwischenfrucht. WEPP ist ein physikalisch basiertes Modell welches mittels genannten Input-Daten Erosionsereignisse simuliert und dabei als Output Erosionsmengen für die jeweiligen Ereignisse berechnet. Mittels verschiedener Verteilungsfunktionen wurden mit den Resultaten aus WEPP die Jährlichkeiten der Erosionen bestimmt. Die Ergebnisse der Simulation aus WEPP zeigen, dass die Erosionsereignisse bei Mais tendenziell extremer ausfallen als bei Winterweizen. So liegen die Ereignisse mit den größten Erosionsmengen immer in Zeiträumen bei denen Mais die angebaute Kulturpflanze ist. Auch bei Winterweizen gibt es Erosionsereignisse, welche die mittleren jährlichen Ereignisse teils übersteigen. Jedoch ist dies definitiv nicht so oft der Fall als bei Mais. Es konnte auch festgestellt werden, dass die Erosionsereignisse hauptsächlich in den Sommermonaten auftreten. Dies hängt damit zusammen, dass in den Sommermonaten auch die Regenereignisse mit der höchsten Intensitäten auftreten. Die Bestimmung der Jährlichkeiten mittels einer Verteilungsfunktion funktionierte unterschiedlich gut. Bei Varianten mit vielen Erosionsereignissen ist eine Anpassung der Funktion an einen Datensatz gut möglich. Anders ist bei Varianten mit wenigen Erosionsereignissen und breit gestreuten Erosionsmengen, eine Bestimmung der Jährlichkeiten mittels einer Funktion teilweise nicht zufriedenstellend.

Beurteilende*r: Klik Andreas

© BOKU Wien Impressum