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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Claudia Hledik (2022): MEROS Dust Quality of Different Plants and Its Potential Further Uses.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Siedlungswasserbau, Industriewasserwirtschaft und Gewässerschutz (SIG), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 31. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Sintern ist ein thermisches Agglomerationsverfahren als Vorstufe für die Hochöfen. Während des Sinterprozesses entstehen große Mengen an giftigen Stäuben und Gasemissionen, die durch Reinigungsverfahren wie in MEROS-Anlagen (Maximized Emission Reduction Of Sintering) entfernt werden müssen. Ziel dieser Arbeit waren die Charakterisierung und der Vergleich von Stäuben aus MEROS-Systemen zweier Sinteranlagen und unterschiedlicher Chargen.Zur Charakterisierung der unbehandelten Stäube wurden einige Schwermetalle analysiert. Die wasserlöslichen Anteile der Stäube wurden bestimmt und in der Wasserphase die gelösten Schwermetalle, einige Ionen, der gelöste organische Kohlenstoff (DOC) sowie der Gesamtstickstoff (T-N) analysiert. Die gemessenen gelösten Parameter wurden mit den Emissionsstandards verschiedener Länder verglichen und sollen die Grundlage für die Entwicklung notwendiger Behandlungsmethoden des Abwassers liefern. Als weitere Forschungsthemen wurden die Bewertung der möglichen Deponierung der Stäube und die Wiederverwendung im Primärsinterprozess ausgewählt.Die Ergebnisse zeigten signifikante Unterschiede zwischen den analysierten Parametern der MEROS-Stäube der beiden Sinteranlagen sowie innerhalb der Chargen. Die Stäube enthalten hohe Salzmengen, wodurch 84–94 % der Gesamtmasse wasserlöslich sind und die Mehrheit der ermittelten Parameter im produzierten Abwasser die Emissionsnormen verschiedener Länder übersteigen. Daher ist eine Behandlung der Abwässer zur Erfüllung der Grenzwerte erforderlich und die Verfahren müssen an die Staubzusammensetzung angepasst werden. Aufgrund der hohen Salzmengen ist eine direkte Wiederverwendung in der Sinteranlagen nicht möglich. Deponierung ist derzeit die Hauptlösung zum Umgang mit solchen Stäuben, mit dem Nebeneffekt, dass einige bioakkumulierbare Schwermetalle und die löslichen Salze möglicherweise eine Umweltgefährdung verursachen können.

Beurteilende*r: Fürhacker Maria

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