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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Gregor Wailzer (2021): Analyse von Minorfettsäuren in Milchprodukten.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Lebensmittelwissenschaften, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 123. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Mit über 400 verschiedenen Fettsäuren ist Milchfett eines der komplexesten in der Natur vorkommenden Fette. Der Anteil einiger Minorfettsäuren in Kuhmilch ist abhängig von der Haltungsform und der Futterzusammensetzung und könnte somit als Indikator zur Unterscheidung von Heumilch und Silomilch eingesetzt werden. Ziel dieser Arbeit war die Entwicklung einer GC-MS-Methode zur Quantifizierung von Pristan-, Phytan-, und Dihydrosterculiasäure in Milchfett. Im Zuge dieser Arbeit wurden insgesamt 16 Handelsproben analysiert, wovon 11 Milchproben und 5 Käseproben waren. Nach Fettextraktion der Proben wurden 10-Undecesäuremethylester und 10,11-Dichloro-Undecansäuremethylester als interner Standard zugegeben und das Milchfett durch Zugabe von Natriummethanolat methyliert. Die Probenanalyse erfolgte mittels GC-MS, wobei Single-Ion-Monitoring zur Analyse der spezifischen Massenfragmente der jeweiligen Fettsäuremethylester eingesetzt wurde. Um festzustellen, ob sich Heumilchproben von Silomilch anhand anderer Fettsäuren unterscheiden, wurde eine Analyse des Fettsäuremusters mittels GC-FID durchgeführt. Der Pristansäuregehalt der analysierten Milchproben schwankte zwischen 0,39 und 0,54 mg/g Fettextrakt, während der Phytansäuregehalt mit 1,83-2,50 mg/g deutlich höher war. Der Gehalt an Dihydrosterculiasäure in Milch reichte von 1,06 bis 1,36 mg/g Milchfett. Anhand der mittels GC-MS analysierten Minorfettsäuren konnte kein signifikanter Unterschied zwischen Heumilch und Silomilch festgestellt werden. Käseproben enthielten mit 0,13-0,39 mg/g Pristansäure und 0,31-1,70 mg/g Phytansäure geringere Mengen dieser Fettsäuren als Milch. Der Gehalt an Dihydrosterculiasäure in Käse schwankte zwischen 0,88 und 1,36 mg/g. Die Analyse der Fettsäuremuster zeigte auf, dass Heumilch im Vergleich zu Silomilch durchschnittlich geringere Mengen der meisten ungesättigten Fettsäuren enthielt, während der Anteil an α-Linolensäure und konjugierter Linolsäuren deutlich höher war.

Beurteilende*r: Schreiner Matthias

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