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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Sebastian Kaiser (2021): Umgestaltung des Schulumfelds Bunte Schule Währing: Einfluss auf die aktive und selbstständige Mobilität der Volksschulkinder.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Verkehrswesen (IVe), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 134. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Da häufig Ängste der Eltern bezüglich unzureichender Verkehrssicherheit und sozialer Sicherheit am Schulweg die Kinder von einer aktiven und selbstständigen Mobilität abhalten, ist es von Bedeutung, mit geeigneten Maßnahmen den Verkehr kindgerechter zu gestalten. Gerade für Kinder ist eine aktive und selbstständige Mobilität unerlässlich bei der Entwicklung notwendiger Fähigkeiten und Fertigkeiten, die für ein sicheres Verhalten im Verkehr benötigt werden. Um eine Änderung des Mobilitätsverhaltens der Kinder erreichen zu können, muss der positive Effekt von entsprechenden Maßnahmen aber auch von den Eltern wahrgenommen werden. In dieser Arbeit wird untersucht, welchen Einfluss ein konkretes Maßnahmenbündel des Interventionsbereiches „Engineering“ im unmittelbaren Schulumfeld auf das Mobilitätsverhalten von Kindern ausübt und wie dieses subjektiv von den Eltern wahrgenommen bzw. bewertet wird. Als Untersuchungsgrundlage dient die Umgestaltung des Schulvorplatzes der Volksschule Bunte Schule Währing im 18. Wiener Gemeindebezirk und den damit verbundenen Maßnahmen im Sommer 2018. Basis für die theoretische Analyse ist eine Vorher-Nachher Erhebung der Eltern, in welcher das Mobilitätsverhalten der Kinder am Schulweg, sowie die subjektive Bewertung des umgesetzten Maßnahmenbündels, erhoben wurden. Die Ergebnisse der Erhebung zeigen, dass ein positiver Effekt durch die Umgestaltungsmaßnahmen von den Eltern, vor allem in Bezug auf die Nutzung aktiver Verkehrsmittel, durchaus wahrgenommen wird. Eine Änderung des Mobilitätsverhaltens der Kinder ist aber dennoch nur bedingt nachweisbar und ist außerdem stark schulwegdistanzabhängig. Der größte Effekt ließ sich sowohl bei der aktiven als auch bei der selbstständigen Mobilität bei Schulwegen unter 500m feststellen. Maßnahmen im unmittelbaren Schulumfeld haben demnach hauptsächlich Einfluss auf die Schulwegmobilität von Kindern im näheren Distanzbereich und müssten für eine weitgehende Mobilitätsänderung dementsprechend ausgeweitet werden.

Beurteilende*r: Stark Juliane
1.Mitwirkender: Aschauer Florian

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