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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Rupert Gasser (2022): Entwicklung eines nachhaltigen Sedimentmanagement Konzeptes am Wasserkraftwerk Graun.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Wasserbau, Hydraulik und Fließgewässerforschung (IWA), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 98. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Das Fortschreiten des Gletscherschwundes und das stetige Ansteigen der Permafrost Grenze verschärfen die Sedimentproblematik für hochalpine Wasserspeicher seit Jahren. Um die Funktionalität der Speicherbecken und die Durchgängigkeit der Sedimente aufrecht zu erhalten, müssen innovative Lösungen gefunden werden. Dabei dürfen ökologische, sowie ökonomische Aspekte nicht vernachlässigt werden. Mit dieser Arbeit soll anhand des Kraftwerkes Graun eine Methode der Sediment Bewirtschaftung geprüft werden, die sowohl ökologisch, als auch öko-nomisch vertretbar ist. Mittels Saugbagger könnte das Sediment, welches durch den Karlinbach in großen Mengen in das Speicherbecken gespült wird, schonend in den Sommermonaten wieder in den Bach zurückgepumpt werden. Es soll überprüft werden, ob durch einfache bauliche Maßnahmen die Sedimentation im Becken erhöht wird, damit die Turbine gegen Abrasion besser geschützt wird, und ob durch die baulichen Maßnahmen der Einsatz eines Saugbaggers erleichtert würde. Dazu wurde eine Variantenanalyse mithilfe der numerischen Modelle Hydro_AS-2D und Hydro_FT-2D erstellt. Die Ergebnisse der Untersuchungen zeigen auf, dass gezielte bauliche Maßnahmen. die Sedimentationsleistung im Becken erhöhen können und folgedessen, die Turbine besser gegen Abrasion geschützt werden könnte. Wegen dem hohen Anteil an Gletscherschliff, der durch extrem langsame Sinkgeschwindigkeiten charakterisiert ist, konnten keine signifikanten Effekte nachgewiesen werden, welche den Einsatz eines Saugbaggers erleichtern würden. Hydro_AS-2D lieferte ein verbessertes Prozessverständnis für die Bewertung der verschiedenen Varianten. Die Geschiebe- und Schwebstoffmodellierungen zeigten grundlegende Prozesse der Sedimentationsdynamiken im Becken auf. Für quantitative Aussagen müssten jedoch weiter Untersuchungen gemacht werden.

Beurteilende*r: Hauer Christoph
1.Mitwirkender: Flödl Peter

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