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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Christoph Mader (2021): Sichtweisen zur Streuobstbewirtschaftung in der LEADER-Region Mostlandl-Hausruck Eine qualitative Analyse von Motiven, Problemen und regionaler Identität.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 93. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich mit den Hintergründen der Streuobstbewirtschaftung. Konkret wurden die Motive und die Sichtweisen auf Probleme der Streuobstbewirtschaftung in der LEADER-Region Mostlandl-Hausruck untersucht. Weiters wurden Zusammenhänge zwischen den Motiven sowie Problemen der AkteurInnen mit der regionalen Identität erforscht und die Vernetzung auf regionaler Ebene analysiert. Die empirische Basis dieser Arbeit bilden 12 leitfadengestützte Interviews. Es wurden Personen befragt die Streuobst in unterschiedlicher Intensität nutzen und dahingehend in drei Gruppen unterteilt wurden: freizeitliche Nutzung, traditionelle bäuerliche Nutzung und intensive bäuerliche Nutzung. Als insgesamt wichtigste Motive zeigten sich die Freude am Produkt, wirtschaftliche Aspekte, die Freude an der Arbeit mit dem Obst und den Bäumen und die Bestrebung diese Kulturform und die Bestände zu erhalten. Während Betriebe mit intensiver bäuerlicher Nutzung vorwiegend von wirtschaftlichen Gesichtspunkten angetrieben werden steht die Freude an der Arbeit bei traditioneller bäuerlicher Nutzung und bei freizeitlicher Nutzung im Vordergrund. Probleme des Streuobstbaus werden in den jeweiligen Gruppen ebenfalls unterschiedlich wahrgenommen. In der Gruppe mit traditioneller bäuerlicher Nutzung wurden mit Abstand die meisten negativen Aspekte genannt, vor allem hinsichtlich der Wirtschaftlichkeit und des Arbeitsaufwands. Während Betriebe mit traditioneller bäuerlicher Nutzung von Streuobst die Wirtschaftlichkeit als gering oder nicht gegeben einschätzen, nehmen Betriebe mit intensiver bäuerlicher Nutzung diese positiv wahr. Gesichtspunkte der regionalen Identität in Bezug auf Streuobst zeigten sich vorrangig im Hinblick auf die landschaftsästhetische Wirkung der Obstbäume und die kulturelle sowie traditionelle Rolle der Streuobstbewirtschaftung. Eine große Bedeutung hat dabei der Most (Obstwein). Weiters zeigt sich die Vernetzung von AkteurInnen rund um das Thema Streuobst innerhalb der Region als wichtiger Aspekt. Vor allem hinsichtlich sozialem Austausch und der Weitergabe von Wissen und Erfahrungen spielt die Vernetzung eine wichtige Rolle.

Beurteilende*r: Vogel Stefan

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