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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Florian Hiesberger (2023): Untersuchung verschiedener Hackgerätvarianten in Bezug auf Wassererodierbarkeit im Pflanzenbestand.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Bodenphysik und landeskulturelle Wasserwirtschaft, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 87. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Zur mechanischen Beikrautbekämpfung in Reihenkulturen werden in der Landwirtschaft meist Hackgeräte verwendet. Hierbei haben sich in der Vergangenheit Hackgeräte mit Gänsefußscharen als Arbeitswerkzeug etabliert. Durch dieses Gänsefußschar wird die Erde vom Reihenzwischenraum in Richtung Pflanzenreihe geworfen und Beikräuter dabei verschüttet. Die Nachteile dieses Systems, wie etwa geringe Arbeitsgeschwindigkeiten, ein breites unbearbeitetes Hackband und eine wasserakkumulierende Senkenbildung im Reihenzwischenraum, sollten durch ein weiterentwickeltes Hacksystem vermindert werden. Eine Kombination aus Hohlscheiben und Winkelscharen ermöglicht es, den Boden schneller und näher an den Pflanzenreihen zu bearbeiten, bei einem völlig unterschiedlichem Arbeitsbild. Die vorliegende Arbeit untersucht Unterschiede dieser beiden Hacksysteme in Bezug auf Wassererodierbarkeit. Ziel ist die Untersuchung, ob ein Systemwechsel den Bodenverlust durch Wassererosion vermindern kann. Dazu wurde ein Beregnungssimulator auf Versuchsparzellen aufgebaut und der Oberflächenabfluss in Zeitabständen aufgefangen und analysiert. Weiters wurden die Geometrien der Hacksysteme rechnerisch in Bezug auf Erosionsanfälligkeit miteinander verglichen. Dieser rechnerische Vergleich lieferte anhand der vereinfachten Berechnung keine relevanten Unterschiede. Die Analyse des Oberflächenabflusses zeigte hingegen, dass durch das weiterentwickelte Hacksystem etwa 12% mehr Oberflächenabfluss zu beobachten war. Somit wird vom Boden etwas weniger Wasser aufgenommen, was in Trockenperioden zu erhöhtem Trockenstress führen kann. Die Erosion des Oberbodens konnte zeitgleich um fast 64% reduziert werden. Dadurch kann der Großteil der On- und Offsite-Schäden reduziert und wertvoller Boden geschützt werden. Das Erosionsverhalten im Zeitverlauf bestätigte diese Reduktion durch wesentlich schwächere, abflachende Anstiege während der Beregnung.

Beurteilende*r: Stumpp Christine
1.Mitwirkender: Strohmeier Stefan

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