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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Karen Mae Magtibay (2022): Frame Analysis of the Roles of Forests in SDG 15.1-related Policies.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Wald-, Umwelt- und Ressourcenpolitik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 1-96. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In verschiedenen Studien und Rahmenwerken werden Synergien und Zielkonflikte zwischen den Zielen für nachhaltige Entwicklung (SDGs) und ihren Vorgaben analysiert. Es gibt jedoch nicht genügend Studien über die Überschneidungen und fragmentierten Bereiche sowie die zugrundeliegenden Rahmenbedingungen für waldbezogene Politiken in SDG 15.1. Unsere Studie zielt daher darauf ab, SDG 15.1-bezogene Politiken, zu deren Umsetzung sich Österreich verpflichtet hat, zu kartieren und zu rekonstruieren, wie die Rolle der Wälder in diesen Politiken gerahmt ist. Wir setzen eine Frame-Analyse ein, um diese Frames aufzudecken und ihre umstrittenen Bereiche und die Dominanz der Frames zu untersuchen. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Politiken die Rolle der Wälder (1) als Anbieter verschiedener Waldökosystemleistungen, (2) als von Bedrohungen betroffen und (3) für eine nachhaltige Bewirtschaftung anerkennen. Obwohl die Analyse Synergien zwischen den rekonstruierten Rahmen aufzeigt, weisen sie auch Kompromisse, Überschneidungen und fragmentierte Bereiche auf. Diese Ergebnisse haben zur Folge, dass die Rahmen für die Rolle der Wälder auf vielfältige Weise wahrgenommen werden, so dass sie innerhalb der Politik mehrdeutig und inkohärent werden. Wir haben auch herausgefunden, dass sich die dominanten und heruntergespielten Frames innerhalb der Politiken und zwischen den Politikbereichen Wälder, biologische Vielfalt und Klimawandel unterscheiden. Diese Ergebnisse zeigen, welche Rahmen in SDG 15.1-bezogenen Politiken mehr Beachtung finden, was zum Vorhandensein von Kompromissen und fragmentierten Bereichen beiträgt. Im Fall von Österreich hat sich das Land auf den Beitrag der Wälder zur Anpassung an den Klimawandel und zur Abschwächung des Klimawandels konzentriert, obwohl die Politik in erster Linie die Notwendigkeit einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung fördert. Dies lässt sich durch die nicht rechtsverbindliche Natur der SDG 15.1-bezogenen Politiken erklären, bei denen Österreich mehr Spielraum hat, wie es diese Politiken zur Erreichung seiner Ziele einsetzen will. Nichtsdestotrotz ist das Verständnis der zugrundeliegenden Rahmenbedingungen ein guter Ausgangspunkt für Österreich, um die Rolle der Wälder zu verstehen und so Synergien und positive divergierende Standpunkte zur Erreichung von SDG 15.1 zu gewährleisten.

Beurteilende*r: Hogl Karl
1.Mitwirkender: Pülzl Helga

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