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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Nicolas Stohandl (2013): Maßnahmen zur Kraftstoffeinsparung auf landwirtschaftlichen Betrieben (Ackerbau, Grünland, Obstbau) - Auswertung von Direktbefragungen.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 86. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Arbeit befasste sich mit den Maßnahmen zur Kraftstoffeinsparung auf landwirtschaftlichen Betrieben mit Berücksichtigung der unterschiedlichen Betriebsformen (Ackerbau, Grünland, Obstbau). Die Daten wurden durch eine Direktbefragung erhoben um mögliche Unklarheiten direkt vor Ort beim Landwirt klären zu können. Im Zuge der Arbeit konnte festgestellt werden, dass vor allem im Obstbau kaum Datenmaterial bezüglich des Kraftstoffverbrauches pro Hektar vorhanden ist. Untersucht wurden Parameter, wie die durchschnittliche Hangneigung, die durchschnittliche Schlaggröße, die äußere Verkehrslage, die Anzahl der Überfahrten bei Obstplantagen, sowie menschliche Parameter wie Ausbildung und Wissen der Landwirte. Es konnte herausgefunden werden, dass die durchschnittliche Hangneigung, die durchschnittliche Schlaggröße und die äußere Verkehrslage keinen Einfluss auf den durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch haben. Die Anzahl der Überfahrten in Obstplantagen, 44% der Befragten fuhren bis zu 50-mal, hat aber sehr wohl einen Einfluss. Durch Ausbringen von Pflanzenschutzmitteln wird oft nur im Teillastbereich gefahren und die Motorkraft nicht effizient genutzt. Weit größeren Einfluss auf den Verbrauch des Kraftstoffes haben aber die menschlichen Faktoren. Simple Maßnahmen wie Ballastierung variieren oder Reifeninnendruck verändern werden von vielen Landwirten immer noch nicht durchgeführt. Die Ausbildung hat dieser Untersuchung zufolge kaum einen Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch. Es muss jedoch angemerkt werden, dass mehr als die Hälfte der befragten Landwirte einen landwirtschaftlichen Fachschulabschluss hatten. Abschließend kann gesagt werden, dass trotz aller technischen Hilfsmittel der Mensch selbst noch immer den größten Einfluss auf den Verbrauch nehmen kann. Durch angepasstes Fahrverhalten und an die Boden- und Betriebsbedingungen angepasste Geräte, kann der Kraftstoffverbrauch auf jedem einzelnen Betrieb weiter gesenkt werden.

Beurteilende(r): Weingartmann Herbert
1.Mitwirkender: Moitzi Gerhard
2.Mitwirkender:

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