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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Monika Humer (2013): Bodenschutz in Niederösterreich.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Bodenforschung (IBF), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 179. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Bodengefährdungen treten in Niederösterreich in verschiedenster Form und Ausprägung auf. Diese Studie wurde durchgeführt um einen Überblick über für Niederösterreich relevanten Bodendaten und Bodengefährdungen, aber auch über bereits umgesetzte Schutzmaßnahmen, zu geben. Anhand von sechs in der Thematischen Strategie für den Bodenschutz festgelegten Bodengefährdungen, konnte mittels umfassender Literaturrecherche, der Auseinandersetzung mit der Niederösterreichischen Bodenzustandsinventur und der Durchführung einer Elementflussanalyse, eine Basis für zukünftige bodenschutzrelevante Maßnahmen geschaffen werden. Die Versiegelung stellt ein großflächiges Problem in NÖ dar. Der Flächendruck auf unbebautes Land, vor allem im Umkreis der größeren Städte, ist beträchtlich. Es gibt jedoch auf Gemeindeebene Bestrebungen um die Ver- und Zersiedelung zu mini-mieren. Ergebnisse der Recherche zeigen, dass Wassererosion vor allem durch ÖPUL-Maßnahmen verringert wurde, jedoch vor allem in den intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten des Alpenvorlandes immer noch ein Problem darstellt. In den letzten 15 Jahren stieg der Gehalt von organischer Substanz im niederösterreichischen Alpenvorland und im nordöstlichen Hügelland aufgrund von ÖPUL-Maßnahmen an. Trotzdem werden die Potentiale zur Kohlenstoffsequestrierung oft zu optimistisch dargestellt. Ergebnisse zeigen Datenlücken in den Bereichen Bodenverdichtung, Bodenbiodiversität und Winderosion. Flächendeckende Daten zur Bodenkontamination durch anorganische Schadstoffe wurden im Zuge der NÖ BZI 1994 erhoben. Diese werden durch aktuelle Depositionsmessungen anhand von Moosen durch das Umweltbundesamt sowie mittels lokaler Bodendauerbeobachtungsflächen ergänzt. Wenig Information gibt es bezüglich Einträge neuer Schadstoffgruppen wie jener der Platingruppe oder der „Seltenen Erden“. Die Datengrundlage zu den unterschiedlichen Bodengefährdungen variiert sehr stark, jedoch zeigt die Studie, dass das Thema Bodenschutz in Niederösterreich bereits von der Landespolitik aufgegriffen und erste Maßnahmen gesetzt wurden.

Beurteilende(r): Wenzel Walter

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