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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Christoph Zirngast (2012): Vergleich verschiedener Ökobilanzen von Grünland und Ackerbaubetrieben in der Südsteiermark.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung für Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 121. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ziel der vorliegenden Arbeit war es anhand von Bodenqualitätsparameter, der Artenvielfalt und durch verschiedene Nährstoffbilanzen etwaige Unterschiede von Bewirtschaftungsformen anhand von Ökobilanzen zu ermitteln. Dafür wurden ein Ackerbaubetrieb mit 45,45 ha und ein Grünlandbetrieb mit 17,1 ha landwirtschaftliche Nutzfläche und einem GVE-Besatz pro ha von 1,99 GVE am Ackerbaubetrieb und 1,70 GVE am Grünlandbetrieb untersucht. Die Humusgehalte am Grünlandbetrieb lagen im Bereich von 4,5 bis 5,7 %. Die Ackerflächen wiesen Humusgehalte im Bereich von 2,8 – 3,8 % auf. Der durchschnittliche Phosphorgehalt der Grünlandflächen belief sich auf 6 mg P pro 1000 g FB. Im Vergleich dazu lagen die Phosphorwerte der Ackerflächen im Durchschnitt bei 50 mg P pro 1000g FB. Die Kaliumuntersuchungen ergaben für die Grünlandflächen im Durchschnitt 101 mg K pro 1000 g FB. Der durchschnittliche K-Gehalt lag auf den Ackerflächen durchschnittliche bei 115 mg K pro 1000g FB. Die Untersuchungen der Pflanzenvielfalt ergaben am Grünlandbetrieb ein durchschnittliches Artengruppenverhältnis von 65 % Gräser, 11 % Leguminosen und 24 % Kräuter. Die Untersuchungen am Ackerbaubetrieb ergaben folgendes Ergebnis: 86 % Gräser, 6 % Leguminosen und 8 % Kräuter. Die Flächen- und Hoftorbilanzierungen auf dem Grünland- und Ackerbaubetrieb wurden für die Nährstoffe Stickstoff, Phosphor und Kalium erstellt. Hinsichtlich der Nährstoffflüsse lässt sich feststellen, dass an erster Stelle der Nährstoffimport über Dünger und Zukaufsfutter für mögliche Nährstoffüberschüsse, unabhängig von der Bewirtschaftungsform verantwortlich ist. Grünlandbetriebe mit einer kreislaufbezogenen Bewirtschaftung sind in den Salden ausgeglichen, während Veredlungsbetriebe im Ackerbau insbesondere mit Zukaufsfutter – flächenungebundene Tierhaltung – sich in den Nährstoffüberschüssen wieder finden.

Beurteilende(r):

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