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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Rudolf Kalss (2012): Schwermetallgehalte in Böden des Unteren Inntals.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Bodenforschung (IBF), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 141. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Im Zuge der Errichtung der Neubaustrecke Eisenbahnachse Brenner – Zulaufstrecke Nord zwischen Kundl / Radfeld und Baumkirchen im Unteren Inntal sind große Mengen an Bodenaushubmaterial angefallen. Unter Berücksichtigung der abfallrechtlichen Bestimmungen war man hier bemüht, die verwertbaren Fraktionen einer Wiederverwendung zuzuführen und die auf Deponien abzulagernden Mengen möglichst gering zu halten. In diesem Bereich wurden seit dem Jahr 2004 von der Firma „wpa Beratende Ingenieure GmbH“ vermehrt Bodenproben bis zu einer Tiefe von ca. 5 m genommen und in einem Analytiklabor der „Böhler Analytik GmbH“ auf Gesamtgehalte und Eluatgehalte für anorganische und organische Parameter untersucht. Es handelte sich hierbei um original gelagerte Ausgangsmaterialien, dem sogenannten Bodenaushubmaterial, das durch Ausheben und Abräumen von natürlich gewachsenem Boden stammt. Neben der Systematisierung der Schwermetallgehalte und den organischen Parametern wurde noch versucht, Aussagen über regionale Hintergrundbelastungen zu treffen und die Ergebnisse mit den bestehenden Grenzwertregimen zu diskutieren. Dabei wurde festgestellt, dass besonders bei den anorganischen Stoffen die Metalle Arsen, Blei, Kupfer, Quecksilber und Zink erhöhte Werte aufweisen und eine Verwertung gemäß Bundesabfallwirtschaftsplan 2006 – Klasse A1 nicht möglich war. Hier wurde entweder die nächsthöhere Klasse A2 verwendet oder bei einer Überschreitung dieser kam die Deponieverordnung, Klasse Bodenaushubdeponie, als Grenzwertregime zur Anwendung. Bei den organischen Parametern konnten nur vereinzelt erhöhte Werte nach dem Bundesabfallwirtschaftsplan 2006 – Klasse A1 in den Gesamtgehalten festgestellt werden. Die Eluatgehalte konnten bei den anorganischen sowie bei den organischen Parametern keine Auffälligkeiten nachgewiesen werden.

Beurteilende(r): Blum Winfried E.H.

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