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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Sophia Roitner (2013): Der Abfallbegriff im AWG Illustriert am Beispiel des informellen Abfallsektors und der kontaminierten Liegenschaften .
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Rechtswissenschaften, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 81. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Bedeutung der Beurteilung einer Sache als Abfall liegt auf der Hand da an die Abfalleigenschaft die wichtigsten Vorschriften des AWG anknüpfen. Vielfach wird die Flucht aus dem Abfallbegriff als Lösung gewählt oder es werden Entsorgungswege gesucht, die nicht den gesetzlichen Vorgaben entsprechen. Um dem entgegen zu wirken forderte das europäische Abfallrecht konforme nationale Abfallbegriffe. So setzt sich der Abfallbegriff nunmehr aus zwei Komponenten zusammen die in der Lehre, Rechtsprechung und Praxis einheitlich als subjektiver und objektiver Abfallbegriff bezeichnet werden. Das bedeutet, dass die Abfalleigenschaft einer Sache entweder aufgrund subjektiver Entledigungsabsicht bzw durchgeführter Entledigung des Besitzers oder auf Grund öffentlicher Interessen entstehen kann. Diese Arbeit beschäftigt sich im ersten Abschnitt mit der Frage in welchen Fällen der subjektive Abfallbegriff und wann der objektive Abfallbegriff vorliegt und an welche Voraussetzungen und vor allem Rechtsfolgen diese geknüpft sind. Zur Verdeutlichung der Schwierigkeit der Abgrenzung bzw des Übergangs von Produkt zu Abfall soll in einem weiteren Abschnitt diese Problematik anhand von ausgewählten Beispielen gezeigt werden. Dies ist zum einen der informelle Abfallsektor in Österreich und zum anderen das Problem kontaminierter Liegenschaften und die sich daraus ergebenden abfallrechtlichen Folgen.

Beurteilende(r): Schulev-Steindl Eva

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