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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Magdalena Cervicek (2013): Transgenerational marking of common carp (Cyprinus carpio L.) using a strontium isotope double spike.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung für Analytische Chemie (DCH/AC), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 97. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Isotopenfingerabdrücke sind ein wichtiges Werkzeug der analytischen Ökogeochemie. Hartteile von Fischen (Schuppen, Augenlinsen, Flossen, Gräten und Otolithen (Gehörsteine)) speichern die Isotopenmuster des Wassers, in dem der Fisch lebt. Mittels dieser charakteristischen Isotopenmuster ist eine Zuordnung von Fischen zu dem Lebensraum, in dem sie sich aufgehalten haben, möglich. Außerdem ist bekannt, dass der innerste Bereich des Gehörsteines die Isotopensignatur des Mutterfisches zum Zeitpunkt der Reproduktion aufweist. Daher besteht die Möglichkeit, durch „transgenerationales Markieren“, d.h. durch das externe Einbringen angereicherter natürlicher Isotopenspikes in den Mutterfisch, diesen Bereich bei allen Nachkommen spezifisch zu markieren. Bisher wurden für solche Studien Isotope des toxischen Elementes Barium verwendet. In dieser Arbeit wurde das Isotopenmuster der Gehörsteine von juvenilen Karpfen durch Verabreichung eines Strontium (Sr)-Isotopen-Doppelspikes (86Sr und 84Sr) an die Mutterfische verändert, um eine einzigartige Markierung zu erzeugen. Die 88Sr/86Sr, 88Sr/84Sr und 86Sr/84Sr Verhältnisse in den Otolithen der Nachkommen wurden mittels Laser Ablation–Multikollektor–Induktiv gekoppelter Plasma Massenspektrometrie bestimmt. Die resultierenden Signaturen für das Zentrum der Otolithen erlaubten eine eindeutige Zuordnung der Jungfische zu den jeweiligen Mutterfischen.

Beurteilende(r): Prohaska Thomas
1.Mitwirkender: Zitek Andreas

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