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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Paul Dickinger (2013): ASSESSING THE PLANT AVAILABILITY OF A NEW PHOSPHORUS FERTILIZER FORMULATION.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 55. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Essentialität von Phosphor (P) für alle lebenden Organismen beruht in der zentralen Rolle, die P im Stoffwechsel von Zellen einnimmt. Die Nutzung als Dünger in der Landwirtschaft und die rapide schrumpfenden weltweiten Reserven rücken die effiziente Verwendung von P in landwirtschaftlichen Produktionssystemen in das öffentliche Interesse. Für die vorliegende Arbeit wurden zwei verschiedene P Düngemittelformulierungen verwendet (Single Super-Phosphate (SSP) und eine alternative P Formulierung (ALT)), um Unterschiede in deren Pflanzenverfügbarkeit aufzuzeigen. Beide Düngerformulierungen wurden in zwei unterschiedlichen Aufwandmengen getestet. Neben einem 12-wöchigen Glashausexperiment in dem der Einfluss auf die Pflanzenentwicklung von Mais, Biomasseproduktion und Zusammensetzung des Pflanzenmaterials untersucht wurde, wurde ein 44 Tage Inkubationsexperiment mit denselben Behandlungen durchgeführt, um das Verhalten des hinzugefügten P im Boden zu evaluieren. Die Bodenanalysen umfassten: Calciumlactat-Calciumacetat (CAL) extrahierbarer P, diffusiver Gradient in Dünnfilmen (DGT) und Extraktion der Bodenlösung. Während des Glashausversuches traten für die Pflanzen starke negative externe Umwelteinflüsse ein, welche Auswirkungen der Düngerformulierung eventuell überdeckten. Auch im Inkubationsversuch wurden keine statistisch signifikanten Differenzen zwischen den Düngerformulierungen nachgewiesen, da diese nahezu exakt dasselbe Inkubationsverhalten zeigten. Einer starken Abnahme der Pflanzenverfügbarkeit des hinzugefügten P innerhalb der ersten 14 Tage folgte ein Einpendeln der gemessenen Konzentrationen auf deutlich niedrigerem Niveau. Zusätzlich konnten zwischen den drei Bodenanalysemethoden große Unterschiede, bezüglich deren Fähigkeit Sorptionsprozesse (und folglich abnehmende Pflanzenverfügbarkeit) darzustellen, festgestellt werden. Hierbei zeigte vor allem die DGT Technik große Vorteile bezüglich der Darstellung rasch ablaufender Ad- und Desorptionsprozesse.

Beurteilende(r): Kaul Hans-Peter
1.Mitwirkender: Manschadi Ahmad M.

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