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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Johannes Kamptner (2014): Evaluierung der Auswirkung unterschiedlicher Bearbeitungsverfahren und Winterbegrünungen auf den Bedeckungsgrad von Böden.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 79. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In den Jahren 2012/2013 erfolgte in der BAW Petzenkirchen eine Evaluierung der ÖPUL Maßnahme “Mulch- und Direktsaat“. Die Studie ergab einen durchschnittlichen Bedeckungsgrad von 12 %. Der mehrfach in der Literatur geforderte Wert für eine Erosionsminderung liegt bei 30 % Bodenbedeckung, dieser wird überwiegend nicht erreicht. In der Masterarbeit werden, aufbauend auf Feldversuchsergebnisse, Faktoren die den Bedeckungsgrad beeinflussen bewertet. Die OBIA–Methode (BAUER UND STRAUSS 2013) ermöglicht den Bedeckungsgrad von Mulchmaterial unter Ausschluss von anderen aufliegenden Teilen zu bewerten. Im Weiteren wird der Einfluss der Bodenbearbeitung mit unterschiedlichen Bearbeitungsgeräten, der Arbeitstiefe, der Anzahl der Überfahrten, der Bodenart und der aufliegende Biomasse auf 12 Standorten bewertet. Die Menge der oberirdisch aufliegenden Biomasse hat nur einen geringen Einfluss auf den Bedeckungsgrad nach der Bearbeitung. Literaturergebnisse zeigen hingegen einen engen Zusammenhang zwischen aufliegender Biomasse und dem Bedeckungsgrad auf. Böden mit höheren Schluffgehalten (>55 %) weisen, unabhängig von der oberirdischen Biomasse, signifikant geringere Bedeckungsgrade auf. Bei der Beurteilung der Bearbeitungsgeräte im Frühjahr wurde der Feingrubber als optimalstes Gerät (Bedeckungsgrad: 18,8 %) hervorgehoben. Die Scheibenegge reduziert den Bedeckungsgrad am stärksten (10,1 %). Der Grubbereinsatz hinterließ den Boden mit 11,7 % Bedeckung. Die Kreiselegge ergab 15,9 % Bodenbedeckung, bei seichter Arbeitstiefe. Bei tieferer Arbeitstiefe reduzierte sie die Bodenbedeckung ähnlich stark wie der Grubber. Generell führt eine Erhöhung der Arbeitstiefe zu einer Verminderung des Bedeckungsgrades. Die Anzahl an Überfahrten, bei sonst gleichen Bedingungen, hat keinen Einfluss auf den Bedeckungsgrad. Bei der Bodenbearbeitung im Frühjahr ist es notwendig, den Fokus auf die Wahl des Arbeitsgerätes, die Arbeitstiefe und die oberirdischen Biomassemenge zu legen.

Beurteilende(r): Liebhard Peter

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