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Gewählte Dissertation:

Elisabeth Thurner (2017): Einfluss der Bestäubung durch die Honigbiene auf den Zustand und die Artenvielfalt einer Hochlagenflora.
Dissertation - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 181 Blätter. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Von 2011 bis 2013 wurde untersucht, ob der Einsatz der Honigbiene Apis mellifera carnica (AMC) zu einer gelenkten Bestäubung des blühenden Pflanzenbestandes auf einer Hochlagenfläche führt. Mit der Erhaltung und/oder einem sicheren sowie besseren Anwachsen einer artenreichen, standortgerechten Vegetation wird auch der Bodenschutz gewährleistet. Die Versuchsflächen lagen im Steggraben, einem Teileinzugsgebiet des Kaponigbaches, auf einer Seehöhe von 1890 m bis 2350 m, in der Nationalparkgemeinde Obervellach (Kärnten, Österreich). Durch Pollenanalysen von eingetragenen Pollen und Honig wurden die Pflanzenarten, welche die Honigbienen unter den vorgegebenen Bedingungen im alpinen Bereich tatsächlich besuchten, bestimmt. Durch Beflugszählungen wurde der Anteil an Wildbienen (z.B. Hummeln) und diversen anderen möglichen Bestäubern (Fliegen, Faltern, Ameisen u.a.) ermittelt. Den Bonitierungsergebnissen der Kontaktvegetation am Standort wurden die Ergebnisse der Pollenanalyse gegenübergestellt. Die Bienen besuchten auch Pflanzenarten auf Vegetationsflächen, die sich nicht in unmittelbarer Nähe befanden, die aber aufgrund der Versorgung mit Nektar und Pollen für sie wertvoll waren. Entscheidend für den Erfolg einer Begrünungsmaßnahme auf erosiven Flächen in hochalpinen Regionen war neben vielen weiteren Faktoren die optimale Auswahl der Gräser-, Kräuter- und Leguminosenarten im Saatgut und deren Mengenverhältnis zueinander. Nur Saatgut von standortangepassten Arten mit begleitenden unterstützenden Maßnahmen vor und nach der Saat führen zum Erfolg.

Betreuer: Liebhard Peter
1. Berater:
2. Berater: Zollitsch Werner

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