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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Martin Fritsch (2014): Bewertung von Überflutungsflächen mit der FEM-Methode am Beispiel der Ill und der Lavant als Beitrag zur Umsetzung der EU Hochwasserrichtlinie.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiver Wasserbau (IWHW), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 204. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Hochwasserrichtlinie 2007/60/EG der Europäischen Union fordert explizit die Freihaltung und Wiederherstellung von Überflutungsräumen entlang von Flüssen zur Reduzierung des Schadenpotenzials von Hochwasserereignissen. Aus dieser Forderung ergibt sich die Notwendigkeit, natürliche Überflutungsflächen zu bewerten und deren Wirkung zu quantifizieren. Im Rahmen des EU-Projektes Era-Net-CRUE-Forschungsprojektes „PRO_FLOODPLAIN“ wurde mit der Floodplain Evaluation Matrix (FEM) ein Bewertungs- und Vergleichschema, mit welchem sich Überflutungsräume interdisziplinär unter Berücksichtigung sämtlicher relevanter Parameter vergleichen lassen, entwickelt. Die FEM Methode fand bereits Anwendung an der Donau und wird nun auch zur Bewertung weiterer kleinerer bis mittelgroßer Flüsse Österreichs herangezogen und weiterentwickelt. Gegenstand dieser Arbeit sind die Flüsse Lavant in Kärnten und Ill in Vorarlberg. Die relevanten hydrologischen (Scheitelabminderung und Scheitelverzögerung) und hydraulischen Parameter (Wasserspiegellage) wurden mit 2-dimensionaler hydrodynamisch-nummerischer Modellierung untersucht. Anschließend erfolgt die Auswertung und Reihung der Überflutungsflächen nach den relevanten Parametern. Für eine integrative Gesamtbewertung im Sinne eines zukünftigen Hochwasser-Risikomanagements wird eine Bewertung in hydrologischer (Scheitelreduktion und Scheitelverzögerung) und hydraulischer (Wasserspiegellagen) Hinsicht durchgeführt. Mit diesen Untersuchungen können nun in diesen Flussgebieten Aussagen zur Wirkung von Überflutungsräumen in quantitativer Hinsicht getroffen werden. Diese können eine Grundlage für die zukünftige Berücksichtigung wasserwirtschaftlicher Belange in der Raumplanung darstellen.

Beurteilende(r): Habersack Helmut
1.Mitwirkender: Schober Bernhard

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