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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Yves Vennewald (2013): Entwicklung von Sportrasenflächen mit einer Weißkleezugabe.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau (IBLB), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 132. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Sportrasenflächen sind einer ständigen Belastung ausgesetzt und müssen enormen Ansprüchen in Bezug auf die Tragschicht und die Grasnarbe gerecht werden. Diese Ansprüche werden in Regelwerken genaustens beschrieben. Die Wirklichkeit sieht jedoch häufig anders aus. Die vorliegende Masterarbeit beschäftigt sich daher mit der Frage, wie eine Optimierung dieser Sportrasenflächen für den täglichen Gebrauch erreicht werden kann. Aus der Landwirtschaft ist bekannt, dass Weißklee sehr strapazierfähig ist und sogar bei extremen Wetterbedingungen seine kräftige grüne Farbe beibehält. Außerdem bindet er den Luftsickstoff, der so auch den Gräsern zu Verfügung gestellt werden kann. Die Aufgabe dieser Masterarbeit ist es, handelsübliche Sportrasenmischungen mit Weißklee aufzubessern. Dazu wurde die Weißkleesorte Trifolium repens ’Pipolina’ mit 2% oder 5% der Saatgutmischung beigemengt. Mit dieser Zugabe soll festgestellt werden, wie sich der Klee in der Sportrasenfläche integriert und welchen möglichen Einfluss er auf die Gräser ausübt. Dazu wurden sechs Saatgutmischungen auf jeweils 2 m x 6 m großen Feldern ausgesät und unterschiedlich oft bewalzt. Hiermit soll erforscht werden, wie der Weißklee unter der Belastung der Bewalzung entwickelt. Außerdem soll geprüft werden, ob und welchen Einfluss der Weißklee auf die Bodendichte, die Scherfestigkeit, den Deckungsgrad und das Wurzelwachstum ausübt. Die Versuche wurden von Mai 2012 bis September 2012 durchgeführt, dabei wurden monatlich die Parameter Bodendichte, Scherfestigkeit und Deckungsgrad aufgenommen. Nach der ersten Vegetationsperiode lässt sich feststellen, dass der Weißklee der Rasenfläche in den herbstlichen Monaten einen kräftigeren Grünton verleiht. Jedoch ist auf die Zugabemenge der Weißkleesamen in die Saatgutmischungen zu achten, da der Weißklee bei zu hohen Anteil sehr dominat wirkt und die Gräser verdrängt. Nach dem Versuch empfiehlt sich eine Zugabe von 2% Weißklee. Eine Auswirkung auf die Bodendichte und Scherfestigkeit konnte nicht festgestellt werden.

Beurteilende(r): Florineth Florin
1.Mitwirkender: Pröbstl-Haider Ulrike

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