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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Michaela Hofer (2014): Das "Dorfmobil" in Klaus an der Pyhrnbahn - eine mehrjährige Erfolgsgeschichte?.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Verkehrswesen (IVe), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 108. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Das Dorfmobil KSK–Klaus, Steyrling, Kniewas wurde am 16.Dezember 2002 in der Gemeinde Klaus an der Pyhrnbahn in Betrieb genommen. Es stellt eine Alternative zum ÖV in einer durch Streusiedlungen geprägten strukturschwachen Gemeinde dar. Rund 10 Jahre nach Einführung des Dorfmobils wurde untersucht, wie sich der Betrieb, verglichen mit dem ersten Betriebsjahr [Lantzberg 2005], entwickelt hat. Es wurden zum einen die von den Fahrern ausgefüllten Fahrtenblätter zur Datenanalyse herangezogen, und zum anderen wurde ein Fragebogen erstellt, um einen Vergleich mit dem ersten Betriebsjahr zu ermöglichen. Zusätzlich wurden die Wegedaten des Dorfmobils mittels GPS-Datenaufzeichnungsgerät MobiTest erfasst. Die Fahrgastbefragung und Erhebung der Wegedaten wurden im Mai und Juni 2012 an insgesamt 13 Betriebstagen durchgeführt. Das Dorfmobil wird jährlich von durchschnittlich 4.836 Fahrgästen genutzt. Dies sind im Durchschnitt etwa 1.548 mehr Fahrgäste (+47%) als noch im ersten Betriebsjahr. Auch sind die Fahrten pro Jahr um 41% von 2.640 auf durchschnittlich 3.711 Fahrten angestiegen. Diese Zahlen zeigen, dass das Angebot Dorfmobil von den Fahrgästen sehr gut angenommen wird. Insgesamt werden pro Tag im Durchschnitt 14,9 Fahrten mit durchschnittlich 1,33 Fahrgästen pro Fahrt mit dem Dorfmobil durchgeführt. Es werden Spitzen von bis zu 33 Fahrten pro Betriebstag erreicht. Der Fahrgastbesetzungsgrad ist im Vergleich zum ersten Betriebsjahr von 1,25 auf 1,33 gestiegen, ein höherer Fahrgastbesetzungsgrad ist anzustreben. Mindestens 398 verschiedene Personen nutzen das Dorfmobil, um ihren Erledigungen nachzukommen. Das Dorfmobil wird im Wesentlichen von weiblichen Fahrgästen genutzt (rund 83%). Die soziale Komponente spielt eine große Rolle. Es kommen vor allem ältere, alleinstehende Personen ohne Führerschein nun wieder öfter in den Ort oder zu Bekannten. Der Zusammenhalt in der Gemeinde ist ein Mitgrund für das Fortbestehen des Dorfmobils.

Beurteilende(r): Meschik Michael

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