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Sonja Schwingesbauer (2013): MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN DER STAUDENVERWENDUNG IM NIEDERÖSTERREICHISCHEN GEMEINDEFREIRAUM Untersuchung in sechs Gemeinden zu ökonomischen Aspekten in der Planung, Herstellung und Erhaltung von Staudenbepflanzungen sowie unter Berücksichtigung von Erscheinungsbild und Akzeptanz.
Dissertation - Abteilung Gartenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 367. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Im Rahmen dieser Arbeit wurden die Möglichkeiten und Grenzen der Staudenverwendung im niederösterreichischen Gemeindefreiraum in Hinblick auf ökonomische Aspekte in der Planung, Herstellung und Erhaltung unter Berücksichtigung von Erscheinungsbild und Akzeptanz der Bevölkerung bewertet. Dazu wurden 2009 bis 2012 im Rahmen des Projekts „Referenzflächen für die Staudenverwendung in Niederösterreich“ vier Stadtgemeinden und eine Marktgemeinde untersucht. Die Mehrheit der Personen im Grünraummanagement befürwortet die Staudenverwendung und Staudengrundkenntnisse sind vorhanden. Obwohl eine Zunahme an Staudenpflanzungen festzustellen ist, bleibt Wechselflor an repräsentativen Standorten die dominante Bepflanzung. Die Untersuchung zeigte, das Grünraummanagement kann derzeit die Planung von dynamischen Typen, wie einer Aussaat oder Mischpflanzung, nicht selbstständig durchführen. Hingegen können statische Bepflanzungen, wie eine Mosaikpflanzung, üblicherweise in Eigenregie geplant werden. Das Zurückgreifen auf handelsübliche Mischungen ist am wirtschaftlichsten, jedoch spricht der Verlust einer individuellen Gestaltung dagegen. Bei der Umsetzung der Bepflanzungen gibt es nur vereinzelt Probleme. Die Erhaltung ist hingegen differenziert zu betrachten. Dynamische Typen sind fachlich anspruchsvoll und daher derzeit nur eingeschränkt geeignet. Da statische Bepflanzungen bereits existieren, sind sie trotz intensiver Pflege praktikabel und als ökonomisch zu bewerten. Durch die Öffentlichkeitsarbeit kann sich eine Gemeinde gegenüber der Bevölkerung positionieren und Verständnis schaffen, denn insgesamt ist die Staudenverwendung für den niederösterreichischen Freiraum geeignet. Insbesondere im Vergleich zu Wechselflor ist sie wesentlich ökonomischer. Jedoch sind bei der Wahl eines geeigneten Typus nicht nur die Kosten der Planung, Herstellung und Erhaltung, sondern auch der Nutzen, also Erscheinungsbild und Funktion, einer Bepflanzung im öffentlichen Freiraum zu berücksichtigen.

Betreuer: Jezik Karoline
1. Berater: Glauninger Johann
2. Berater: Plenk Sabine

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