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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Verena Pold (2014): Arbeitsplatz Melkstand niederösterreichischer Fleckviehbetriebe.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Landtechnik, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 210. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Anzahl an milchviehhaltenden Betrieben ist in Österreich, forciert durch den Strukturwandel, rückläufig, parallel liegt eine Zunahme der Anzahl an gehaltenen Milchkühen pro Betrieb vor. Die technische Ausstattung dieser, der Zufriedenheitsgrad, die Gründe für die Kaufentscheidung und Wahl des Melkstandtyps bei Neuanschaffung sind bis dato nicht bekannt. Die Arbeitsqualität und Arbeitsbelastung des Arbeitsplatzes Melkstand wurde bis jetzt nicht erhoben. Die Evaluierung zur Melkstandtechnik wurde auf zehn österreichischen Fleckviehbetrieben mit 20 melkenden Personen durchgeführt, wobei von den Melkern elf weiblich und neun männlich waren. Zur Befragung dieser wurde ein halbstandardisierter Fragebogen verwendet. Die Daten wurden deskriptiv und analytisch ausgewertet. Die Mehrheit der MelkerInnen war mit ihrer Melktechnik zufrieden. Für den Kauf der vorhandenen Melktechnik war Kundendienst und Service das wichtigste Entscheidungskriterium. Die Arbeitshöhe und Arbeitstiefe war vom Geschlecht, vom Melkstandtyp und kuhindividuellen Faktoren abhängig. Die Frauen molken vermehrt über der Schulterhöhe und die Männer unter der Schulterhöhe. Die Arbeitstiefe überschritt bei dem Großteil der MelkerInnen die Armlänge. Insgesamt gaben 75% der MelkerInnen an, dass sie Beschwerden in irgendeiner Körperregion in den vergangenen zwölf Monaten hatten. Frauen waren häufiger als Männer betroffen. Die Beschwerderate war in den Körperregionen „obere Extremitäten“ und „Rückenregion“ besonders hoch. Das Anhängen des Melkzeuges nannte die Mehrheit der MelkerInnen als körperlich anstrengendste Tätigkeit im Melkstand. Um die Arbeitsbelastung der MelkerInnen im Melkstand zu verringern, ist eine Optimierung der technischen Ausstattung nötig, um geschlechter- und tierspezifische Defizite auszugleichen. Mögliche Optimierungsansätze sind der Einbau eines personenspezifisch adaptierbaren Hubbodens, eines Servicearms oder die Integration eines Indexing-Systems.

Beurteilende(r): Quendler Elisabeth

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