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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Susanne Hofer (2013): Morphologische Veränderungen im Rahmen eines Rückbauprojektes an der Donau östlich von Wien .
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Wasserwirtschaft, Hydrologie und konstruktiver Wasserbau (IWHW), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 118. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Im Zuge des Pilotprojektes Witzelsdorf wurden das bestehende Leitwerk abgesenkt, das Ufer zurück gebaut, die bestehenden acht Buhnen abgetragen und vier neue deklinant angeordnete Buhnen errichtet. Es sind zahlreiche Morphologieaufnahmen in diesem Bereich vorhanden, daher wurde im Rahmen dieser Arbeit die Morphologische Entwicklung der Donau, im Bereich zwischen Strom-km 1896 und 1889, auf Basis von 10 Sohlgrundaufnahmen, im Zeitraum 2003 bis 2012 analysiert. Auf Basis dieser Sohlgrundaufnahmen wurde die Morphologieentwicklung innerhalb des Zeitraumes 2003 bis 2012 dargestellt, um daraus Aussagen über die Funktionalität der Rückbaumaßnahmen abzuleiten. Anhand der Sohlgrundaufnahmen und einer, durch Analyse der Residuen, ausgewählten Interpolationsmethode wurden die Geländemodelle erstellt. Auswertung und Darstellung erfolgte mittels Differenzenkarten im Hauptstrom und im Buhnenfeld, berechneten Volumensdifferenzen, und einem Vergleich der Längenschnitten einzelner Jahre, welche in der Mitte der Schifffahrtsrinne geführt wurden. Das Sedimentbudget im Untersuchungsgebiet zwischen 2003 und 2012 ist relativ ausgeglichen. Es sind jedoch Teils große Sedimenteinträge bzw. –austräge zwischen einzelnen Jahren (bis zu 149.700 m³ pro Jahr) zu beobachten. Im Projektgebiet (Strom-km 1893,4 bis 1891,7) kommt es zu einer markanten Hebung der Sohle. Diese Hebung beziehungsweise Anlandung weist nach Umbau eine steigende Tendenz auf und gleicht den Sedimenthaushalt im gesamten Untersuchungsgebiet (Strom-km 1896 bis 1889) aus. Die Lage der Flusssohle in der Schifffahrtsrinne zwischen Strom-km 1892,8 und 1892,5 hat sich nach dem Umbau bis zu 1,3 Meter erhöht. Verstärkte Erosion bzw. Sedimentation trat vor allem im Bereich nach dem linksufrigen Leitwerk und dem anschließenden Buhnenfeld auf.

Beurteilende(r): Habersack Helmut
1.Mitwirkender: Gmeiner Philipp
2.Mitwirkender: Liedermann Marcel Georg

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