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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Anna Maria Jäger (2014): Chemical changes in leachate composition after wood ash application in forest road construction.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Bodenforschung (IBF), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 71. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Mit zunehmender Nutzung von Holz zur Energiegewinnung fallen große Mengen an Holzasche an. Eine ökologisch und ökonomisch sinnvolle Verwendung der Holzasche als Alternative zur Deponierung ist von großem Interesse. Durch ihre puzzolanischen Eigenschaften wird Holzasche als geeigneter Baustoff für Stabilisierung von Forststraßen in Betracht gezogen. Die vorliegende Arbeit behandelt die Umweltverträglichkeit von Holzascheeinsatz im Forststraßenbau mit Hinblick auf die mögliche Auswaschung von Schadstoffen. Hierzu wurden ein zweijähriger Feldversuch, ein Säulenversuch und ein Wasserextraktversuch mit Readsorptionstest durchgeführt, jeweils unter Verwendung von Rostasche (GA) und Wirbelschichtasche (FBA). Die Analyse der Sickerwässer, der Oberlächenabflusswässer und Bodenproben zeigten dass Holzascheeinsatz im Forststraßenbau grundsätzlich umweltverträglich ist. In allen Experimenten wurde jedoch eine Veränderung der Sickerwasserbeschaffenheit festgestellt. Die Auswirkung der Asche war am größten auf dem sauren Waldboden versetzt mit GA. Hier wurden erhöhte Auswaschungen von Al, As, Fe, Mn, Ni, Co, Cu, Mo, pH und NO2- in der ersten Probeperiode beobachtet. Im Säulenversuch mit drei Testböden von unterschiedlichem Boden-pH wurden die Bedingungen der Forststraße simuliert und die Böden mit künstlichem Regenwasser versetzt. Hier passierte das Eluent nach der Boden-Asche-Schicht zusätzlich eine Schicht aus reinem Boden. Es wurde deutlich, dass dadurch der direkte Eintrag von Schadstoffen aus der Aschen vermindert wurde und es zu sekundären Mobilisierungen und Ionen- Austauschreaktionen kam. Signifikante Auswaschung von Al, Cd, Co, Pb und Zn wurde auf dem sauren Boden, von As, Fe, Mo, PO4, SO4, pH, EC und DOC auf dem neutralen Boden und von Ni, Cu und SO4 auf dem alkalischen Boden beobachtet. Im Allgemeinen vertrugen alkalische Böden mit höheren Ton- und Schluffgehalten die Aufbringung von Holzasche am besten. Die Bandbreite an Böden mit unterschiedlicher Pufferkapazität sollte bei der Festlegung von Grenzwerten für den Einsatz von Holzasche im Forststraßenbau bedacht werden.

Beurteilende(r): Wenzel Walter

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