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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Wilfried Thoma (2014): Optimierte Nutzung von ausgewählten verholzten Materialien und Klassifizierung nach den Normen EN 14961-1, ON C 4005 und ISODIS 17225 zur thermischen Verwertung.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 73. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Der nationale und internationale Handel mit holzigen Biomassebrennstoffen erfordert eine Normung der qualitätsrelevanten Eigenschaften. Genormte Handelsgüter sind die Basis für die Erstellung von Verträgen und Vereinbarungen zwischen Lieferanten und Abnehmern. Der Bedarf an Industrieholz steigt in Österreich jährlich um 1% bis 2%. Zur Sicherung der Aufbringungsmenge müssen daher zusätzliche Rohstoffe wie z.B. Waldhackgut, Waldrestholz und Grünschnitt unter den Bezeichnungen „Hackgut“ und „Schredderholz“ eingebunden werden. Die europäische Norm EN 14961-1 umfasst derzeit nicht die am österreichischen Markt erhältlichen holzigen Biomassebrennstoffe. Im Rahmen der Masterarbeit wurden 30 holzige Materialproben mit Maschinen der „Komptech GmbH“ aufbereitet und von der Holzforschung Austria“ hinsichtlich ihrer Korngröße in standardisierten Tests analysiert. Sie wurden auf die Erfüllung der EN 14961-1 geprüft und für eine Erweiterung der in Bearbeitung befindlichen Normen ON C 4005 und der ISO/DIS 17225-1 beurteilt. Von den 30 Analyseproben ließen sich nur vier Hackgutproben und sechs der 12 Schredderholzproben nach der ÖNORM EN 14961-1 klassifizieren. Wurden die Proben nach der ÖNORM C 4005 ausgewertet, konnten alle Hackgutproben klassifiziert werden. Von den Schredderholzproben ließen sich hingegen nur drei Proben zuordnen. Wurden die 30 Proben nach der ISO/DIS 17225-1 ausgewertet, war eine Klassifizierung aller Proben möglich. Ein Großteil der Proben ließ sich aufgrund des zu geringen Hauptanteils nicht klassifizieren. Die Auswertung der Aschegehalte zeigte, dass Hackgutproben einen Aschegehalt von 2% bis 10% Gewichtsanteil enthalten. Die Schredderholzproben wiesen einen wesentlich höheren und stark unterschiedlichen Aschegehalte von 3% bis 20%, manche sogar bis 38% Gewichtsanteil auf. Durch eine spezielle Aufbereitungstechnik können die Qualität und die Korngröße der holzigen Materialien soweit verändert werden, dass ein anwenderoptimierter Biomassebrennstoff entsteht.

Beurteilende(r): Liebhard Peter

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