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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Anna Mallinger (2014): Gewässermorphologische Analyse der Pinka - eine Grenzstrecke zu Ungarn.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau (IBLB), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 102. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die hydromorphologische Zustandsbewertung von Fließgewässern ist an Staatsgrenzen eine besondere Herausforderung. Jedes Land hat seine eigenen Schwerpunkte in der Kartierung, was zu unterschiedlichen Ergebnissen führt. Um ein Fließgewässer schützen oder auch renaturieren zu können ist es wichtig einheitliche Informationen zu haben. Primäres Ziel dieser Masterarbeit ist die hydromorphologische IST-Zustandserhebung und die Beurteilung des Fließgewässerzustandes der Pinka an der österreichisch-ungarischen Grenze, die anhand des Leitfadens des LEBENSMINISTERIUMs (2010) durchgeführt wird. Eine zusätzliche detailliertere Erhebung der Ausprägung der Pinka erfolgte mittels der Vermessung von Querprofilen und Fließgeschwindigkeitsmessungen, welche in die Abflussermittlung einflossen. Neben den Grundlagen für die Zustandsbewertung und Durchflussberechnungen wurden auch Vegetationsparameter und Werte zur Beschattung erhoben. Anschließend gab es einen Vergleich mit der Fließrichtung (Nord, Ost, Süd, West), um mögliche Eigenheiten im Gebiet zu erarbeiten. Ebenso wurden die Vegetationsausprägung und die Morphologie des Gewässers gegenübergestellt. Dabei wird geklärt, ob es Verbindungen zwischen den Gewässerausprägungen und der angrenzenden Vegetation gibt. Die Ergebnisse zeigen, dass nicht einmal ein Viertel des Untersuchungsgebietes der Pinka-Grenzstrecke den sehr guten und guten hydromorphologischen Zustand erreicht. Ein knappes Viertel wird mit mäßigem Zustand und etwas mehr als die Hälfte mit stark beeinträchtigen Zustand bewertet. Es ist hinzuzufügen, dass 54 % der Strecke aufgrund von Kraftwerksbetrieben als Staustrecke ausgewiesen wurden. Der Vergleich der Vegetation mit der Flussmorphologie lässt erkennen, dass die Abschnitte mit guter Vegetationsausprägung vorwiegend an Bereichen mit Stauhaltung vorkommen. An den nicht gestauten Abschnitten wird das Umland zum größten Teil bis an die Uferböschung landwirtschaftlich genutzt.

Beurteilende(r): Florineth Florin
1.Mitwirkender: Kalny Gerda
2.Mitwirkender: Rauch Johann Peter

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