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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Roland Mende (2014): Änderung der Waldbedeckung im Landkreis Garmisch-Partenkirchen (Change Detection) zwischen 1985 und 2009 anhand von Landsat TM Daten und Rapid Eye Daten.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Vermessung, Fernerkundung und Landinformation (IVFL), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 107. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Ziel dieser Studie ist es, die Veränderung der Waldfläche, der Waldtypen und der Walddichte im Landkreis Garmisch-Partenkirchen (Bayerische Alpen) zischen 1985 und 2009 zu analysieren. Dafür stehen Daten der Satelliten Rapid Eye und Landsat 5 zur Verfügung. Aufgrund der unterschiedlichen spektralen und radiometrischen Auflösungen der Sensoren wurde bei der Veränderungsanalyse nach dem ‚Post Classification‘ Ansatz gearbeitet. Die Bildanalyse erfolgte mit einem Objekt-basierten überwachten Klassifikationsverfahren im Programm eCognition®. Die gesamte Fläche des Untersuchungsgebietes beträgt rund 736 km² und erschwert aufgrund des alpinen und strukturreichen Geländes die Bildanalyse. Nach einer topographischen Korrektur führte erst eine Kombination mehrerer Spektralkanäle und Indizes sowie die Verwendung eines digitales Höhenmodell (DEM) und thematische Zusatzdaten (Gewässer-, Wegenetz) zu einem guten Ergebnis. Das Ergebnis der Klassifikation der Waldfläche nach der Walddefinition der FFH - Richtlinien (ohne Verjüngungsflächen) ergab eine Abnahme zwischen 1985 und 2009 um 1.9 Prozent (1340ha) auf 61,7 Prozent des Untersuchungsgebietes. Die Waldfläche kann bei der Rapid Eye Klassifikation mit einer Gesamtgenauigkeit von 95% abgebildet werden, der Waldtyp (Nadelwald, Mischwald, Laubwald, Latschenflächn) mit 85,1 Prozent und bei der Walddichte (drei Abstufungen nach dem Kronenschlussgrad) sind es 76,6 Prozent. Die erstellten thematischen Karten wurden außerdem als Input Daten für ein entwickeltes Schutzwaldmodell verwendet. Das im `Modell Builder´ in ArcGis® umgesetzte Modell ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Erfassung der Schutzwirkung der Bestände im Bereich der Schutzwaldhinweiskarten. Die automatisierte Methodik ist zudem auch schnell auf andere Gebiete des bayerischen Alpenraumes übertragbar. Bei der Interpretation der Ergebnisse müssen aber immer die Methodik, die Definitionen der erfassten Parameter, sowie die Genauigkeiten mit berücksichtigt werden.

Beurteilende(r): Atzberger Clement

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