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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Paul Brugner (2014): Influence of weather extremes on forest-soil nutrient cycling.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Bodenforschung (IBF), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 92. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die klimatischen Änderungen des Weltklimas werden einen Einfluss auf Nährstoffkreisläufe in Waldökosystemen haben. Assoziiert mit der Klimaänderung sind Änderungen des Niederschlagregimes und folglich Änderungen in Häufigkeit und Intensität von Trocken-Feuchtezyklen. Konsequenzen für die C- und N-Mineralisation im Boden sind absehbar. Obwohl es bereits Studien dazu gibt, besteht nach wie vor eine Wissenslücke in Hinblick auf in situ Ergebnisse. Diese Studie hatte daher zum Ziel, den Einfluss von veränderten Niederschlagsmustern auf Bodennährstoffe zu untersuchen. Dafür wurden zwei mögliche Trocken-Feuchtezyklen simuliert. Das Projekt wurde auf einer Versuchsfläche im Lehrforst der Universität für Bodenkultur Wien durchgeführt, die sich auf einem reinen Buchenstandort befindet. Boden- und Streuproben wurden alle acht Wochen (=Beprobungen [H]) über einen Zeitraum von Mai bis Oktober genommen und auf die Parameter PO43-, NO3-, NH4+, DOC, Ct, Nt, mikrobieller C and N, pH, elektrische Leitfähigkeit und Wassergehalt untersucht. Die zwölf Probenahmeflächen, erfuhren verschieden Behandlungen: Umgebungsniederschlag (Kontrolle), gemäßigter und verlängerter Trockenstress, d.h. vier Wochen Trockenheit und anschließende Beregnung mit 75mm m-2, sowie acht Wochen Trockenheit und anschließender Beregnung mit 150mm m-2. Um den Effekt von Trocken-Feuchtezyklen auf Nährstoffe und Mikroorganismen sowohl im Mineralboden als auch in der Laubstreu zu erforschen, wurden Bodenproben einen Tag vor (DP) -, einen Tag nach (DA) - und eine Woche nach Beregnung (WA) entnommen, während Streuproben nur am Tag nach der Beregnung entnommen wurden. Während des Untersuchungszeitraums waren die Nährstoffkonzentrationen vorwiegend im Sommer bei den Probenahmezeitpunkte H2 und H3 am höchsten. Ct und Nt waren dabei grundsätzlich ähnlich den Werten von Vergleichsstudien. Bei den Nährstoffkonzentrationen zeigte sich zudem, dass sich die Behandlungen untereinander nicht signifikant unterschieden, was sich allerdings möglicherweise auf natürliche Niederschläge zurückführen lässt, die während der Beprobungen H2 und H3 auftraten. Diese Erklärung ist schlüssig, da Nährstoffkonzentrationen und Biomasse-C und -N sich signifikant zwischen DP, DA und WA unterschieden und daher auf einen Beregnungseffekt hindeuten.

Beurteilende(r): Zechmeister-Boltenstern Sophie

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