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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Michaela Dopler (2015): Einfluss der Sorte und der Saatstärke bei unterschiedlichem Stickstoff-Düngungsmanagement auf Ertrag und Qualitätskriterien bei Weizen Triticum aestivum L. unter unterschiedlichen Klimabedingungen in Österreich.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 111. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Das Ziel der Masterarbeit war die Beurteilung der Einflüsse von Sorte, Saatstärke und unterschiedlichem Stickstoffmanagement auf das Ertrags- und Qualitätsverhalten im Vegetationsjahr 2012/13. Grundlage für die Ergebnisse waren einjährige Feldversuche auf zwei klimatisch unterschiedlichen Standorten (Leopoldsdorf i. M. und Kautzen - Waldviertel) in Form einer dreifaktoriellen Streifen-Spalt-Anlage mit sechs Sorten, vier Stickstoff (N)-Düngungsvarianten, drei Saatstärken und drei Wiederholungen. In Leopoldsdorf i. M. wurden erwartungsgemäß die günstigeren Werte bei den erhobenen Parametern (Anzahl ährentragender Halme, Kornertrag, Rohprotein, RP-Ertrag, TKG, Feuchtkleber) erreicht. Bei HL-Gewicht, Fallzahl, Anzahl der Ährchen/Ähre und Wuchshöhe wurden im baltischen Klima höhere Werte erhoben. Im Ertrag ergab sich zwischen den Standorten und Sorten ein signifikanter Unterschied. Die Erträge der österreichischen Sorten waren im Trockengebiet höher, die der ukrainischen Sorten Lybid und Poliska 90 hingegen am Standort Kautzen. Bezüglich des Stickstoffdüngungsmanagements wurde festgestellt, dass in Kautzen die höchsten Kornerträge in der zweigeteilten N-Variante (Gesamt-N 120 kg/ha) erreicht wurden, wobei der RP-Wert niedriger als in der N3-Düngevariante mit 180 kg N/ha war. Im Trockengebiet wurden in der N3-Variante die höchsten Kornerträge mit den höchsten RP-Werten erreicht. Im Kornrohproteinertrag zeigten sich in Kautzen keine Unterschiede bei den verschiedenen N-Düngevarianten und geringe Unterschiede zwischen den Sorten. Im pannonischen Klima hingegen lieferte die N3-Düngevariante den deutlich höchsten RP-Ertrag. Eine standort- und verwertungsorientierte N-Düngung führte an beiden Standorten zu höheren Kornerträgen und höheren RP-Werten. Zudem konnte ein signifikanter Sorteneinfluss festgestellt werden. Die Ergebnisse zeigten, dass im Erntejahr 2013 eine Saatstärke von 400 Korn/m² höhere Kornerträge und günstigere Qualitätsmerkmale ergaben.

Beurteilende(r): Liebhard Peter

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