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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Franz-Stefan Pruckner (2014): Temporal chemical trends of nutrient and trace element distribution and availability in bottom sediments of carp ponds.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Bodenforschung (IBF), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 56. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Düngung und Management von Karpfenteichen haben sich in den letzten 30 Jahren stark geändert. Die vorliegende Arbeit befasst sich in erster Linie mit den Veränderungen der Phosphor (P) Konzentration und Verfügbarkeit in Sedimenten von 6 waldviertler Karpfenteichen und den Zusammenhängen einer Studie aus 1986 bzw. dem damit einhergehenden ÖPUL-Programm zum Verbot von mineralischer Phosphor-Düngung. Es wurden je Teich zwischen 4-9 Sedimentkerne von einer Tiefe bis zu 50 cm erhoben und auf Totalkonzentrationen sowie wasserlösliche Anteile von Nährstoffen, Spurenelementen und wesentlichen Metallen analysiert (Cr, Fe, Co, Ni, Cu, Zn, As Cd und Pb). Weiters wurden die erhobenen Proben auf den pH-Wert, die Leitfähigkeit (EC), den gelösten organischen Kohlenstoff (DOC), die Anionenkonzentration (Nitrit, Nitrat, Chlorid und Sulphat), den totalen Kohlenstoff, Stickstoff und Schwefel, sowie den bioverfügbaren Anteil von Phosphor (diffusive gradients in thin films (DGT) Technik) untersucht. Für den Vergleich der Phosphorkonzentrationen mit der Studie aus 1986 wurden Calcium-Acetat-Lactat (CAL) Extrakte der Sedimente analysiert. In drei Teichen zeigen die Ergebnisse einen Rückgang der Phosphorkonzentration im Vergleich zu den Werten aus 1986, während 2 Teiche leicht erhöhte P-Werte aufweisen. Wasserextrahierbarer Phosphor wurde in ausreichender Konzentration für die Primärproduktion gefunden, während DGT verfügbarer Phosphor nicht bewertet wurde, wegen des Mangels an Literatur. In den meisten Teichsedimenten wurde erhöhte Totalkonzentration von P, Cu, Zn, Cd und Pb in den ersten 20 cm gefunden. In drei Teichen wurden die Grenzwerte der NÖ Klärschlammverordnung für Cr, Cd und Pb Konzentrationen überschritten. Wir vermuten, dass Cr und Cd von mineralischem Phosphor-Dünger stammt. Erhöhte Pb Konzentrationen wurden auf Abwasser einer Glasfabrik zurückgeführt. Um die Bioverfügbarkeit für Karpfen zu analysieren und DGT verfügbaren Phosphor mit der Primärproduktion zu bewerten, wären weitere Untersuchungen notwendig.

Beurteilende(r): Wenzel Walter

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