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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Frank Mattuschka (2019): Untersuchung gebäudeintegrierter Begrünungen, sowie deren bauphysikalische Wirkungen im Zuge des PROGREENcity-Projekts am Versuchsgebäude in Aranjuez (Spanien).
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Ingenieurbiologie und Landschaftsbau (IBLB), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 289. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Masterarbeit beschäftigt sich im Zuge des Projekts „PROGREENcity“ mit dem Vegetationsmonitoring an Dach- und Fassadenbegrünungen, sowie deren Veränderung bauphysikalischer Eigen¬schaften am Versuchsgebäude im Vergleich zu einem baugleichen, unbegrünten Gebäude. Ziel dieser Forschungsarbeit ist es, geeignete Pflanzen für die untersuchten Begrünungssysteme für Aranjuez zu erstellen, wie auch den Einfluss der Begrünung auf die Wärmedämmung, die Oberflächen- und Raumtemperatur von Gebäuden zu erfassen. Die Vegetationsentwicklung wird vor Ort innerhalb einer Vegetationsperiode auf Vitalitäts- und Wuchsver¬halten untersucht. Anschließend werden im Labor fotometrisches Pflan¬zenvolumen, Blattfläche, LAD und CO2-Speichervermögen ermittelt. Relevante Messdaten zur Bauphysik werden über Sensoren gespeichert und ausgewertet. Bei der intensiven Dachbegrünung können sich vor allem Stauden, Gräser und sommergrüne Gehölze gut etablieren. Am Extensivdach können sich sonnenliebende und trockenheitsverträgliche Arten etablieren. Für Gräser ist dieser Extremstandort nicht geeignet. Bei den Untersuchungen zur Bauphysik weist das begrünte Gebäude, sowohl im Sommer, als auch im Winter, geringere Temperaturextremwerte und -schwankungen der Wand- und Deckenoberflächen im Ge¬bäudeinneren auf, als das unbegrünte Objekt. Anhand der gemessenen Wärmestromdichten können im Sommer bei den begrünten Flächen, aufgrund größerer Differenzen zwischen Raum- und Außenlufttempe¬ratur, höhere Energiedurchflüsse verzeichnet werden. In den Wintermonaten hingegen ist die Summe der Wärmedurchflüsse an den unbegrünten Flächen höher. Bei den Untersuchungen zur Raumtemperatur beider Gebäude stellt sich heraus, dass während der Sommermonate das begrünte Gebäude zu Temperaturspitzen im Innenraum, durch die isolierend wirkenden Begrünungsaufbauten, kühler ist, als das Unbegrünte. Auch im Winter wirken sich die Begrünungstechnologien positiv auf die Raumtemperatur aus, indem es geringere Schwankungen gibt.

Beurteilende(r): Pitha Ulrike
1.Mitwirkender: Scharf Bernhard

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