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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Leonhard Wernig-Pichler (2014): NUMERISCHE UND EXPERIMENTELLE ANALYSE DER GLEIS-/TRAGWERK-INTERAKTION AN DER BRÜCKE L110.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Konstruktiver Ingenieurbau (IKI), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 140. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Bei der Planung und Bemessung von Eisenbahnbrücken sind die inneren und äußeren auftretenden Kräfte, die auf das Bauwerk wirken, von großer Bedeutung. Die durch diese Kräfte hervorgerufenen Längsausdehnungen und Zwängungen der unterschiedlichen Bauteile des Bauwerkes gilt es näher zu untersuchen. Die Interaktion zwischen Gleis und Tragwerk und deren Steifigkeit zueinander spielen dabei eine maßgebliche Rolle. Die einwirkenden Kräfte folgen größtenteils aus den Temperaturschwankungen, sowie den Einwirkungen aus dem Zugverkehr. Ziel dieser Arbeit ist es die von der ÖBB auf der Neubaustrecke Wien – St. Pölten untersuchte Eisenbahnbrücke über die Landstraße L110 mittels eines Finite-Elemente-Programmes namens SOFiSTiK nach zu modellieren und eine automatisierte Berechnung mittels des Programms MATLAB zu schaffen. Dafür wurde die Eisenbahnbrücke L110 in SOFiSTiK als Stab- und Flächenmodell programmiert. Die benötigten Pläne zur Modellbildung wurden von der ÖBB zur Verfügung gestellt. Um die Interaktion zwischen Tragwerk und Schiene genauer zu untersuchen wurde im Auftrag der ÖBB Infrastruktur AG an der Eisenbahnbrücke L110 eine Dauermessstelle mit 60 Sensoren von der Firma FCP (Fritsch, Chiari & Partner ZT GmbH) installiert. Aus diesen Monitoringdaten wurden die zur Modellanpassung und Modellberechnung erforderlichen Datensätze (Temperaturen der Bauteile und die daraus resultierenden Relativverschiebungen) entnommen und für die weitere Verwendung aufbereitet. Durch Anpassung der Steifigkeiten der einzelnen Bauteile zueinander wurde nun versucht die Modelle an die Eisenbahnbrücke in natura anzupassen. Die zwei erstellten SOFiSTiK-Modelle werden zuletzt mit denen aus R-STAB und ATENA erhaltenen Modellen verglichen. Dafür wurden bei allen Modellen neu definiert Randbedingungen angesetzt.

Beurteilende(r): Strauss Alfred

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