BOKU - Universität für Bodenkultur Wien - Forschungsinformationssystem

Logo BOKU-Forschungsportal

Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Thomas Wisthaler (2014): Auswirkungen der Schwefeldüngung auf Ertrag und Rohproteingehalt im Dauergrünland.
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 103. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Diese Masterarbeit betrachtet und bewertet die Auswirkungen der Schwefeldüngung auf Ertrag und Rohproteingehalt im Dauergrünland. Dabei wurden drei Wirtschaftsdüngerversuche an den Standorten Gumpenstein, Winklhof und Kobenz analysiert, welche vom Lehr- und Forschungszentrum (LFZ) Raumberg-Gumpenstein über 9 Jahre beobachtet wurden. Je vier Düngungsvarianten, nämlich NPK und Gülle 1:0,25 ohne und mit zusätzlichem Einsatz von Biosalin wurden im Dreischnitt- und Vierschnittblock miteinander verglichen. Eine Bodenuntersuchung zeigte, dass an allen drei Standorten keine Unterversorgung mit Nährstoffen vorherrschte. Hinsichtlich des Futterertrags kann gesagt werden, dass das Ertragsniveau, bei den Drei- und Vierschnittflächen, an allen drei Versuchsstandorten im ersten Hauptnutzungsjahr auf einem sehr hohen Niveau lag, während in den Folgejahren Ertragseinbußen zu beobachten waren. Bei den Dreischnittflächen lagen die Erträge, der mit Biosalin behandelten Varianten unter jenen der sonst gleich gedüngten Flächen. Bei den Vierschnittflächen lagen die mit Biosalin behandelten NPK-Varianten ertragsmäßig über den unbehandelten Vergleichsvarianten, während bei den Güllevarianten die unbehandelten Formen etwas höhere Trockenmasseerträge aufwiesen. Bezüglich des Rohproteingehalts kann gesagt werden, dass der Einsatz von Biosalin bei den Dreischnittflächen tendenziell niedrigere Rohproteingehalte verursachte, im Vergleich zu den unbehandelten Varianten. Im Gegensatz dazu verursachte der Einsatz von Biosalin bei den Vierschnittflächen tendenziell höhere Rohproteingehalte, im Vergleich zu den unbehandelten Varianten. Im Hinblick auf Rohproteinertrag konnten ähnliche Ergebnisse beobachtet werden wie für den Rohproteingehalt. Grundsätzlich gilt, je jünger der Grasbestand, je höher die Schnittfrequenz, je leichter der Standort und je geringer die regelmäßige Zufuhr organischer Düngemittel, umso größer ist in der Regel der Schwefeldüngebedarf im Grünland einzuschätzen.

Beurteilende(r):

© BOKU Wien Impressum