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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Gabriela Fidler (2014): Einfluss der Sorte und des Standortes auf den A-Stärkeertrag bei Winterweizen (Triticum aestivum L.).
Diplomarbeit / Masterarbeit - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 80. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Die Produktion von Stärke aus Getreide steigt weltweit stetig an. Im Jahr 2013 ging auch in Österreich eine Weizenstärke-Produktionsanlage von der Agrana Bioethanol GmbH in Pischelsdorf an der Donau in Betrieb. Bei der Rohstoffaufbringung für das gesamte Werk nimmt der Weizen einen hohen Anteil ein. Daher war das Ziel dieser Masterarbeit das aktuelle Sortenspektrum bezüglich eines hohen Stärkegehaltes und eines hohen A-Stärkeertrages zu bewerten. Die Ergebnisse der Chlorophyllgehaltsmessung zeigten, dass sich die Sorten, entsprechend der Einstufung der Reifezeit in der beschreibenden Sortenliste der AGES, verhalten. Der Blattflächenindex war primär vom Standort abhängig. Im Ertragsverhalten der Standorte ergab sich ein signifikanter Unterschied - im Produktionsgebiet mit höherer Niederschlagsmenge waren die Kornerträge höher als im Trockengebiet. Beim bedeutendsten Qualitätsparameter des Kornes für die Stärkeproduktion, dem Stärkegehalt in Prozent, ergaben sich nur Standorteinflüsse. Der Gesamtstärkeertrag in Kilogramm je Hektar ist eng mit dem Kornertrag verknüpft, daher erbrachte der Standorte mit dem höchsten Kornertrag auch den höchsten Gesamtstärkeertrag. Entgegen der Erwartung ergaben sich keine statistisch signifikanten Unterschiede bezüglich der A-Stärkeausbeute. Erwartet wurde, dass die Hochertragssorten tendenziell auch höhere Stärkeausbeuten ergeben. Aus den einjährigen Ergebnissen ist ersichtlich, dass vom Stärkegehalt in % im Korn keine Rückschlüsse auf die A-Stärkeausbeute in % geschlossen werden können.

Beurteilende(r): Liebhard Peter

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