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Gewählte Diplomarbeit / Masterarbeit:

Bernhard Zehetgruber (2015): "Intensive herbaceous vegetation growth mitigates the C loss from forest clearings".
Diplomarbeit / Masterarbeit - Institut für Bodenforschung (IBF), BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 102. UB BOKU obvsg

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
Nach Störungsereignissen im Waldökosystem (z.B. Windwurf, Käferbefall, Kahlschlag) ist der Kohlenstoffverlust (C) in die Atmosphäre stark vom Regenerationspotential der Vegetation abhängig. Um die Auswirkungen von fehlgeschlagener Waldverjüngung auf die Kohlenstoffbilanz zu beurteilen, wurde die Kohlenstoffdynamik in einem Fichtenbestand entlang einer Störungschronosequenz analysiert. Die CO2 Bodenausgasung sowie beeinflussende Komponenten wie Feinwurzelbiomasse, mikrobielle Biomasse, Biomasse der Bodenvegetation, Streueintrag und Zuwachs der Bäume wurden auf den Flächen (i) Fichten-Altbestand, (ii) Waldbestand (25 Jahre alt, erfolgreiche Waldverjüngung), (iii) Waldlichtung (6 Jahre alte Störungsfläche, gescheitert Waldverjüngung) und (iv) aktuelle Waldlichtung (2,5 Jahre alte Störungsfläche) untersucht. Die CO2 Bodenausgasung zwischen den einzelnen Untersuchungsflächen zeigte keine signifikanten Unterschiede. Die ältere Störungsfläche (6 Jahre) war von dichter Schlagvegetation bedeckt, während die jüngere Schlagfläche (2,5 Jahre) und vor allem die beiden Waldbestände nur eine spärliche Bodenvegetation aufweisen konnten. Die beiden Waldbestände hatten einen ähnliche Anteil an Feinwurzelbiomasse. Die Feinwurzelbiomasse der älteren Schlagfläche (6 Jahre) war hingegen fast doppelt so hoch wie die der jüngeren (2,5 Jahre). Die jüngere Schlagfläche (2,5 Jahre) war eine fast doppelt so hohe Kohlenstoffquelle als die ältere Schlagfläche (6 Jahre). Die hohe Bioproduktivität und der hohe Streueintrag der dichten Schlagvegetation der älteren Schlagfläche (6 Jahre) konnte den Kohlenstoffverlust in die Atmosphäre deutlich abschwächen, obwohl keine Waldverjüngung vorhanden war. Die Rolle der der dichten Schlagvegetation sollte daher in Kohlenstoff-Modellen berücksichtigt werden, vor allem, wenn der Fokus auf Störungsereignissen im Waldökosystem liegt.

Beurteilende(r):
1.Mitwirkender:

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