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Klaus Ofner (2015): Einfluss der Sorte und des Standortes bei Hanf (Cannabis sativa L.) in der Ganzpflanzennutzung im semiariden Produktionsgebiet.
Dissertation - Abteilung Pflanzenbau, BOKU-Universität für Bodenkultur, pp 160. UB BOKU obvsg FullText

Datenquelle: ZID Abstracts
Abstract:
In der vorliegenden Arbeit wurde die Hanfproduktion (Cannabis sativa L.) nach aktuellen Gesichtspunkten für eine Ganzpflanzennutzung bewertet. Von 2011 bis 2013 wurden an zwei Standorten (Hanfthal und Groß Enzersdorf, Niederösterreich) im semiariden Klimagebiet Exaktversuche mit sieben unterschiedlicher Hanfsorten Ergebnisse bezüglich einer umfassenden Ganzpflanzennutzung erarbeitet. Neben dem Einfluss der Saatstärke wurden das Säsystem, die Bestandesdichte und der Erntetermin auf Ertrags- und Qualitätskriterien hin beurteilt. Die Versuchsstandorte repräsentieren einen wesentlichen Teil des österreichischen Ackerbaugebietes. Der Versuchsstandort Hanfthal, 50 km nördlich von Wien an der Grenze zu Tschechien. Der zweite Versuchsstandort, die Versuchswirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien in Groß Enzersdorf. Die Sorten Epsioln 68, Fedora 17, Felina 32, Ferimon, Futura 75, Santhica 27 und Uso 31 wurden sowohl für die Kornnutzung, mit 50 Körnern/m², als auch für die Ganzpflanzenutzung, mit 250 Körnern/m², vergleichend beurteilt. Die Säsysteme, Drillsaat und Einzelkornsaat, wurden gegenübergestellt. Die Einzelkornsaat ergab einen höheren Ertrag, auch die Streuung war höher. Die intraspezifische Konkurrenz trat bereits 76 Tage nach der Aussaat auf. Die in der Literatur angeführten Saatstärken wurde überwiegend als optimal bestätigt. Hanf weist einen sehr großen möglichen Erntetermin auf. Die Körner reifen sehr ungleichmäßig ab. Daher kommt es meist zu hohen Samenausfall am Feld. Der Erntetermin Anfang September unterschied sich im Kornertrag kaum vom Erntetermin Mitte September. Eine Ernte Anfang Oktober war auf den angeführten Standorten eindeutig zu spät, eine Ertragsverminderung von bis zu 60% war die Folge. Bei der Wirtschaftlichkeit, beurteilt am Deckungsbeitrag, konnten Unterschiede bei den einzelnen Sorten nach Jahr, Standort und Saatstärke nachgewiesen werden.

1. Berater: Vollmann Johann
2. Berater: Moder Karl
3. Berater: Koschier Elisabeth Helene

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